Tipps und Tricks von der Kriminalprävention Weihnachtsmarkt – wozu die Polizei rät

Mönchengladbach · Aus gegebenem Anlass pausiert die Serie „Was Sie über Einbrecher wissen sollten“. Stattdessen fragt die Polizei Mönchengladbach pünktlich zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte: Wussten Sie schon, dass fast ein Viertel der Taschendiebstähle 2021 in den Monaten November und Dezember begangen wurden? Kriminalhauptkommissar Harald Werthmann vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz gibt Tipps für den den Bummel über Weihnachtsmarkt und volle Einkaufsstraßen.

 Auf Gladbachs Weihnachtsmärkten tummeln sich auch Taschendiebe. Mit den richtigen Tipps kann man sich aber gut vor ihren langen Fingern schützen.

Auf Gladbachs Weihnachtsmärkten tummeln sich auch Taschendiebe. Mit den richtigen Tipps kann man sich aber gut vor ihren langen Fingern schützen.

Foto: Archiv

Ein El Dorado für Langfinger“, nennt Harald Werthmann das alljährliche Gedränge während des Weihnachtsgeschäfts in den Läden und auf den Weihnachtsmärkten. Als Leiter des Kriminalkommissariats Kriminalprävention und Opferschutz weiß er, wovon er spricht. „Wer auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken ist oder ein Glas Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt genießt, ist leider oft unaufmerksam“, erklärt er. „Und genau das machen sich Taschendiebe zunutze!“

Die Täter, meist Tätergruppen, seien international aktiv und hochspezialisiert. Meist lenke ein Täter das Opfer ab, während ein Komplize zugreife und die Beute noch in derselben Sekunde an einen weiteren Komplizen weitergebe, der mit der Beute schneller verschwinde, „als man gucken könne“. Werthmann warnt insbesondere vor folgenden Ablenkungsmanövern:

> Die Täter bekleckern ihre Opfer „versehentlich“.

> Die Täter geben sich als Touristen aus, fragen nach dem Weg und halten dem Opfer ein Handy mit einer Kartenapp vor.

> Die Täter bitten darum, Geld zu wechseln. Während das Opfer im Münzfach kramt, lenkt der Täter es ab und zieht Geldscheine aus dem Fach.

> Ein Dieb rückt im Gedrängel unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche „griffbereit“ anbietet.

> In Einkaufszentren blockieren Täter die Rolltreppe, lassen die Leute auflaufen. Während alle nach vorne blicken, wird von hinten in die Taschen gegriffen.

> An Bus oder Bahn klopfen Täter von außen an die Scheibe, während Komplizen drinnen die abgelenkten Opfer bestehlen.

„Die Täter“, so Werthmann, „haben es insbesondere auf Bargeld, aber auch Zahlungskarten und Smartphones abgesehen.“ Seine Tipps, um nicht Opfer von Langfingern zu werden:

> Geld, Zahlungskarten, Papiere und Smartphone immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung dicht am Körper aufbewahren.

> Achtsam sein, wenn fremde Personen einem zu nahe kommen.

> So wenig Bargeld wie möglich mitnehmen, besser mit Karte zahlen. PIN-Code nie im Portemonnaie aufbewahren, sondern auswendig lernen.

> Die Handtasche immer verschlossen und mit der Verschlussseite zum Körper tragen und nie unbeaufsichtigt ablegen.

> Wenn doch einmal etwas passiert, Karten sofort über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen, den Diebstahl anzeigen und eine KUNO-Sperrung veranlassen. „Die verhindert, dass der Täter mit der Karte und gefälschter Unterschrift einkaufen kann“, erklärt Werthmann.

Wer weitere Fragen zu diesem Thema hat, kann sich unter 0 21 61/29 12 500 bei der Kriminalprävention des Polizeipräsidiums Mönchengladbach melden.

Die Serie „Was Sie über Einbrecher wissen sollten“ der Kriminalprävention der Polizei Mönchengladbach wird voraussichtlich am Sonntag, 27. November, fortgesetzt.

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