Galerie-Kaufhof an der Hindenburgstraße soll geschlossen werden „Entscheidung ist bitter für alle Beschäftigten“

Mönchengladbach · Enttäuscht über die Ankündigung des Konzerns, dass auch das Galeria Karstadt Kaufhof-Warenhaus in der Hindenburgstraße geschlossen werden soll, zeigt sich Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Der Hausverwalter RME zeigt Interesse an einer Weiterentwicklung des Standortes gemeinsam mit der Stadt Mönchengladbach.

 OB Felix Heinrichs müchte zügig die Gespräche mit der Retail Management Expertis (RME) als Verwalter der Immobilie Galeria-Kaufhof an der Hindenburgstraße aufnehmen. Foto: Archiv

OB Felix Heinrichs müchte zügig die Gespräche mit der Retail Management Expertis (RME) als Verwalter der Immobilie Galeria-Kaufhof an der Hindenburgstraße aufnehmen. Foto: Archiv

Foto: Stadt MG

„In unseren Gesprächen mit der Essener Konzernzentrale haben wir in den vergangenen Wochen immer wieder deutlich auf unser großes Interesse hingewiesen, den Traditions-Standort zu erhalten. Die jetzt getroffene Entscheidung ist bitter für alle Beschäftigten, aber auch für das Stadtzentrum, das damit einen Frequenzbringer verliert", äußerte sich Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Damit zählt die Mönchengladbacher Filiale zu den insgesamt 52 Häusern, die nicht weitergeführt werden sollen. Die Schließung der Filiale ist für Ende Januar 2024 geplant.

Da sich diese negative Entscheidung seit längerem anbahnte, hat die Stadt bereits mit dem Verwalter der Immobilie, der Retail Management Expertis (RME) besprochen, dass für eine möglichst rasche und für die Innenstadt gute Nachnutzung gesorgt und entsprechende Ideen entwickelt werden sollen. Erfreulicherweise hat der Verwalter das Angebot von Oberbürgermeister Felix Heinrichs mit großem Interesse entgegengenommen, die Immobilie weiter zu entwickeln. „Das ist bei allen Schwierigkeiten eine positive Nachricht“, so der Oberbürgermeister. Gemeinsam mit der städtischen Wirtschaftsförderung (WFMG) und dem städtischen Fachbereich Stadtentwicklung und Planung wurden mit dem Verwalter seit längerem erste konkrete Folgepläne zu Nachvermietung und Umnutzung der Immobilie, die sich an exponierter Stelle in der Hindenburgstraße befindet, angestellt. Kurzfristig ist ein Prozess zwischen Eigentümer und Stadt in Abstimmung, um ggfs. wie bei P&C eine Nachnutzungsstudie zu skizzieren.

„Uns ist es besonders wichtig, die Innenstädte und Stadtteilzentren attraktiv zu halten. Mit unserer Zentrenstrategie und zahlreichen Projekten investieren wir in die Infrastruktur der Innenstadt, wie etwa in der Seestadt, am neu gestalteten Geroweiher und im Hans-Jonas-Park sowie mit der neuen modernen Zentralbibliothek. Mit attraktiven Gestaltungen werten wir öffentliche Räume auf, vor diesem Hintergrund liegt uns eine rasche und die Innenstadt belebende Folgenutzung für die Immobilie sehr am Herzen“, betont Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführender Vorsitzender der Geschäftsführung der städtischen Entwicklungsgesellschaft (EWMG) sieht die Nachnutzung der Immobilie im Gesamtzusammenhang mit weiteren Einzelhandelsimmobilien im Stadtzentrum: „Großkaufhäuser haben es heute wegen des veränderten Kaufverhaltens hin zum Onlinehandel schwer und stehen auf dem Prüfstand. Dies führt zu deutlichen Veränderungen im Einzelhandel und damit zu Entwicklungen in den Innenstädten, auf die reagiert werden muss. Vor diesem Hintergrund müssen frühzeitig Überlegungen angestellt werden, wie solche Immobilien im Falle einer möglichen Schließung nachgenutzt werden können“, so Schückhaus. „Um den Standort mache ich mir aber gar keine Sorgen, da er in der 1A-Lage bestens positioniert ist“, so Schückhaus weiter.

So hat sich die Stadt schon frühzeitig mit weiteren Einzelhandelsgroßimmobilien beschäftigt und Kontakt zu den Eigentümern in Mönchengladbach und Rheydt aufgenommen. Eine konkrete Nutzungsstudie zum Gebäude von P&C ist bereits ausgeschrieben worden. Die darauf eingegangenen Angebote werden aktuell geprüft, so dass die Studie in Kürze in Auftrag gegeben werden soll.

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