54000 Euro errudert! Mönchengladbach zeigt Herz beim Rudermarathon Sportliches Zeichen am Rudergerät

Mönchengladbach · Der zweite Mönchengladbacher Rudermarathon hat eindrucksvoll bewiesen, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam für eine gute Sache kämpfen: Sagenhafte 54 000 Euro sind für den guten Zweck zusammengekommen.

„Die letzten 45 Minuten waren brutal“, beschreibt Oliver Dienst seinen Einsatz am Rudergerät.

Foto: Dr. Paul Alexander Dienst

Im Mittelpunkt: über 200 Teilnehmer, die ihren Ehrgeiz an diesem Tag in der Halle des GHTC unter Beweis stellten. Motiviert durch DJ Tim Kramer, der über vier Stunden lang mit seinen Beats und Sound die Sportler begeisterte.

Hochleistungssportler Oliver Dienst hatte eine Grenzerfahrung auf dem Ruderergometer. Er ruderte die 42,195 Kilometer in 3:00:06 Stunden – nur wenige Sekunden über seiner Wunschzeit. Eine Leistung, die unter besonderen Umständen noch beeindruckender wird: Kurz vor dem Event hatte ihn eine hartnäckige Erkältung ausgebremst. Doch Aufgeben war keine Option. Kampf gegen die Uhr – und für den guten Zweck. Bis Kilometer 28 lief alles nach Plan. Doch dann begann der Kampf. „Die letzten 45 Minuten waren brutal“, beschreibt Dienst. „Aber genau darum geht es. Da zeigt sich, ob du bereit bist, weiterzugehen.“ Und er ging weiter, denn sein Motto: „Wenn Du nicht mehr kannst, dann bist Du erst bei 50 Prozent“.

Das schnellste Team des Tages, Team Umsatz, legte mit 2:32 Stunden eine beeindruckende Bestzeit vor. Für Dienst bedeutete das: 28 Minuten Differenz – und damit sein persönliches Spendenversprechen: 100 Euro pro Minute, die er langsamer ist, als das schnellste Team. Das heißt 2 800 Euro spendet er selbst. Doch gleichzeitig zeigte sich die enorme Kraft der Unterstützer: Für jede Minute, die Dienst unter 3:30:00 Stunden blieb, wurden ihm durch Sponsoren im Vorfeld im Schnitt über 650 Euro pro Minute zugesagt. Ein Modell, das aufging – und maßgeblich zur Gesamtsumme beitrug.

Am Ende steht eine Zahl, die alles überstrahlt: 54 000 Euro. Für Organisator und Initiator Frithjof Struye ist klar: „Das ist der Erfolg und die Leistung von allen, die gespendet, angefeuert und mitgefiebert haben. Jeder Euro, jeder Cent hat dazu beigetragen.“ Die Spenden gehen an Insel Tobi e.V. sowie das Hospiz St. Christophorus – zwei Einrichtungen, die täglich Großartiges leisten.

Das Event war bereits im Vorfeld komplett ausgebucht. Rund 40 Rudergeräte liefen gleichzeitig, die Halle bebte, getragen von Teams, Zuschauern und einer einzigartigen Atmosphäre. „Ein besonderer Dank gilt auch Frithjof Struye, der den Rudermarathon 2025 ins Leben gerufen hat – und damit den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte legte“, so waren sich alle Sportler einig.

Was bleibt, ist mehr als eine starke sportliche Leistung. Es bleibt ein Tag, der gezeigt hat, was möglich ist, wenn Menschen zusammenhalten. Und der Termin des 3.Mönchengladbacher Rudermarathons steht jetzt schon fest.Es wird Samstag, 13. März 2027. Start 10 Uhr.