Kinderschutzbund Neue Anlaufstelle für Eltern mitten in der City

Krefeld · Der Kinderschutzbund hat an der Ecke Königstraße / Dreikönigenstraße eine Anlaufstelle für „Frühe Hilfen“ eröffnet. Werdende und frischgebackene Eltern können sich hier zum Beispiel über Angebote informieren oder die Krefelder „Baby-Willkommenstasche“ abholen.

Der Kinderschutzbund hat auf der Königstraße 46 in Krefeld (Ecke Dreikönigenstraße) seine Anlaufstelle für Frühe Hilfen eröffnet. V.l.: Birgit August (Vorsitzende des Präsidiums), Dietmar Siegert (geschäftsführender Vorstand), Antje Siegert (Sprecherin), Paula Schindler (geschäftsführender Vorstand) und Präsidiumsmitglied Nicole Ehrlich.

Der Kinderschutzbund hat auf der Königstraße 46 in Krefeld (Ecke Dreikönigenstraße) seine Anlaufstelle für Frühe Hilfen eröffnet. V.l.: Birgit August (Vorsitzende des Präsidiums), Dietmar Siegert (geschäftsführender Vorstand), Antje Siegert (Sprecherin), Paula Schindler (geschäftsführender Vorstand) und Präsidiumsmitglied Nicole Ehrlich.

Foto: Alexandra Rottmann

Letztere wird bald „volljährig“: Seit mehr als 17 Jahren können Eltern die Tasche mit kleinen Begrüßungsgeschenken und Nützlichem für’s Baby beim Kinderschutzbund bekommen. Rund 1500 Stück im Jahr werden ausgegeben. Um die Tasche zu erhalten, können sich in Krefeld wohnende Eltern im ersten Lebensjahr ihrer Babys beim Kinderschutzbund melden (auch wenn das Kind in einer anderen Stadt geboren wurde): Tel. 02151 9176728, antje.siegert@kinderschutzbund-krefeld.de . Dabei sollten die Adresse, eine Telefonnummer und das Geburtsdatum des Kindes angegeben werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes rufen zurück und stellen die Angebote für Familien in Krefeld vor. Anschließend kann die Tasche unter Vorlage des Vorsorgeheftes oder der Kopie der Geburtsurkunde an der Königstraße 46 abgeholt werden.

Das Ziel – nicht nur beim Überreichen der Tasche, sondern ganz allgemein beim Konzept „Frühe Hilfen“ des Ortsverbandes – sei es, Eltern von Babys möglichst frühzeitig Unterstützung anzubieten, wie die Präsidiums-Vorsitzende Birgit August erläutert: „Früher war es so, dass das Wissen über den Umgang mit Babys in der Familie weitergegeben wurde. Das ist heute aber nicht mehr selbstverständlich. Da kommt es vor, dass sich Schwangere neun Monate lang mit Hilfe von Zeitschriften und Online-Foren vorbereiten, aber wenn das Baby da ist, dann ist plötzlich alles ganz anders als erwartet.“

Genau hier setzen die „Frühen Hilfen“ an: Vom lockeren Erstkontakt und einem kurzen Gespräch in der neuen Anlaufstelle mitten in der City bis zur ausführlichen Beratung, etwa in der „Schreibaby-Sprechstunde“ oder beim Hausbesuch einer Hebamme, reicht das Angebot des Kinderschutzbundes. Birgit August: „Alle unsere Angebote sind nur möglich durch die Spenden, die wir erhalten, und durch ehrenamtliche Mitarbeit. Daher danken wir allen Unterstützerinnen und Unterstützern ganz herzlich.“

Die einladend gestalteten neuen Räumlichkeiten bieten Gelegenheit, sich sozusagen „im Vorbeigehen“ zu informieren. In den ersten beiden Wochen haben schon über fünfzig Familien dieses Angebot wahrgenommen, sich Rat und Hilfe geholt oder einfach mal „reingeschaut“ – denn Frauen, die beispielsweise ihr Baby stillen oder wickeln möchten, sind hier ebenfalls herzlich willkommen.