Polizei nimmt Stellung zur Auseinandersetzung vom Donnerstag Stadtgarten ist nicht als „besonders gefährliche Örtlichkeit“ einzustufen

Krefeld · Bei einer körperlichen Auseinandersetzung von zwei Gruppen junger Männer ist ein 18-Jähriger schwer verletzt worden. Die Polizei nimmt jetzt Stellung zu den Ereignissen vom Donnerstagabend.

Auseinandersetzung im Stadtgarten - ein Schwerverletzter
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Auseinandersetzung im Stadtgarten - ein Schwerverletzter

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Foto: NSN Krefeld

In der Stellungnahme der Polizei vom Freitagnachmittag heißt es, wie an anderen Orten in Krefeld habe man auch in den Grünflächen des Stadtgartens Einsätze sehr unterschiedlicher Art - darunter vereinzelt auch zu Delikten wie Körperverletzungen oder Streitigkeiten. Von Anwohnern und Bürgern sei bei der Polizei in der Vergangenheit keine auffällige Zahl von Beschwerden eingegangen: „Rückschlüsse auf eine besonders gefährliche Örtlichkeit ergeben sich aus den bekannt gewordenen Straftaten nicht.“ Der Stadtgarten werde trotzdem regelmäßig vom Bezirksdienst zu Fuß bestreift, zusätzlich fahren Streifenwagen um und durch den Park.

Eine noch unbekannte Zahl von Beteiligten war am Donnerstag (4. Dezember 2025) gegen 18 Uhr im Stadtgarten am Nordwall aneinandergeraten. Dabei hatten sie nach ersten Erkenntnissen auch diverse Schlag- und Stichwaffen benutzt. Die Polizei hat im Umkreis des Tatorts ein Messer und zwei Schlagstöcke sichergestellt. Womit dem 18-Jährigen die Schnittverletzungen zugefügt wurden, ist noch unklar. Nach der Tat war er zum nahe gelegenen Gerichtsgebäude auf dem Nordwall geflüchtet, wo er von der Polizei, die durch Zeugen alarmiert wurde, angetroffen wurde. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Lebensgefahr wird derzeit ausgeschlossen. Eine Mordkommission der Polizei Krefeld hat die Ermittlungen aufgenommen und die Fahndung nach Beteiligten eingeleitet.

Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen des Vorfalls und bittet sie, sich unter 02151 6340 oder über hinweise.krefeld@polizei.nrw.de zu melden.