Die Friedenskirche am Luisenplatz hat für die Stadtgesellschaft eine besondere Bedeutung. „Sie war bei ihrer Erbauung 1874 gleich als Fest- und Feierkirche gedacht“, erinnert Pfarrer Marc-Albecht Harms. Insofern ist es nur konsequent, dass sie auch heute noch als Veranstaltungsort für Konzerte und andere Darbietungen genutzt wird.
Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, hat der „Verein zur Erhaltung der Friedenskirche“ ein neues Bühnenpodest angeschafft, das die Aufführungsmöglichkeiten für Chöre erheblich erweitert. Finanziell unterstützt wurde die Einrichtung von der Kulturstiftung der Sparkasse.
Es handelt sich um ein Podest, das hinter dem Altar aufgebaut wird. Darauf stehen die Sänger bei einem Konzert. Da es in fünf Stufen gegliedert ist, stehen die Sänger höhenversetzt, sodass jeder im Blickfeld des Publikums bleibt. Überdies ist durch die Anlage auch die akustische Wahrnehmung verbessert worden. Das Podest kann je nach Größe des Chores verkleinert oder vergrößert werden. Maximal 100 Sänger finden Platz.
Größter Nutznießer der Neugestaltung des Altarraums dürfte der bekannte Krefelder Crescendo-Chor mit seinen rund 90 Mitgliedern sein. Er findet in der Friedenskirche eine neue Heimat. „Wir fühlen uns sehr wohl hier“, freut sich Chorleiter Heinz-Peter Kortmann über die neuen Möglichkeiten der Aufführung. Bisher war der Chor in der Kirche St. Josef an der Südstraße/Rossstraße angesiedelt. Doch wurden dort die Aufführungsmöglichkeiten eingeschränkt, um die Nothilfe an Bedürftige zu ermöglichen. Für das hochwertige Programm des Crescendo-Chores bietet die Friedenskirche bessere Bedingungen.
„Natürlich steht die Friedenskirche auch allen anderen Krefelder Chören offen“, betont Jürgen Verhofen vom Förderverein Kirchenmusik. Da das neue Podest flexibel gehandhabt werden kann, profitiert jeder Chor in jeder Größe. „Wir hoffen auf weitere Aufführungen“, ermuntert denn auch der Vorsitzende der Gemeindeleitung Dr. Günter Krenz die heimischen Chöre. Rund 50 Veranstaltungen pro Jahr zählt die Friedenskirche bisher schon.
Der Verein zur Erhaltung der Friedenskirche hat sich nachdrücklich für die Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten stark gemacht. „Wir möchten die Menschen mit neuen Formaten ansprechen“, unterstreicht die Vorsitzende Ina Spanier-Oppermann.
Finanziell ermöglicht hat die Anschaffung die Kulturstiftung der Sparkasse. „Die Friedenskirche ist ein wichtiger kultureller Treffpunkt in Krefeld“, begründet Stiftungsmanagerin Silvia Pfaar die Entscheidung. Die Sparkassenstiftung hat seit ihrem Bestehen schon 400 Projekte zum Nutzen der Stadtgesellschaft gefördert.