140 Jahre Löschzug Kempen Fire Night bei tropischen Temperaturen

Kempen · Nachdem die Fire Night im Jahr 2021 aufgrund der Corona-Beschränkungen ausfallen musste, konnte der Löschzug St. Hubert nun endlich am vergangenen Samstag sein beliebtes Familienfest feiern.

Fire Night in Kempen
Foto: Löschzug St. Hubert

Durch die ungewollte Verschiebung der Feier um ein Jahr war es ein glücklicher Zufall, dass diese nun in ein Jubiläumsjahr des Löschzuges fiel. 1882, also vor genau 140 Jahren hatten sich engagierte Bürger des Ortes zur Gründungsversammlung zusammengefunden. Außerdem kann die Jugendfeuerwehr Kempen auf 45 Jahre zurückblicken. Und auch die Kinderfeuerwehr Kempen nutzte die Veranstaltung, um ihr nunmehr 5-jähriges Bestehen zu feiern.

Löschzugführer Simon Hoogen eröffnete seine erste Firenight in dieser Funktion bei strahlendem Sonnenschein und heißen Temperaturen. Emotional wurde es, als er Reiner Bergs auf die Bühne bitten durfte, der sich am darauf folgenden Tag, seinem 67. Geburtstag, aus dem aktiven Dienst verabschiedete und nach fast vierzig Dienstjahren in die Ehrenabteilung wechselte. Zu diesem Anlass erhielt er ein Geschenk des Löschzuges als Anerkennung für die geleisteten Dienstjahre.

Anlässlich der zahlreichen Jubiläen konnte man einige Abordnungen der Löschzüge aus der näheren Umgebung sowie Vertreter der Kempener Politik und Verwaltung begrüßen, unter ihnen Bürgermeister Christoph Dellmans,

Beim Nachmittagsprogramm kamen auch die zahlreichen Kinder auf ihre Kosten: Die Hüpfburg war durchgehend gut frequentiert, und auch das beliebte Kistenklettern zauberte ein Glänzen in die Kinderaugen, während sich die Erwachsenen bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen stärken konnten. Für die musikalische Einstimmung sorgten der Musikverein St. Hubert und das Trommlerkorps der Feuerwehr Kempen.

Die Möglichkeit, die hochtechnisierten Fahrzeuge zu besichtigen, wurde intensiv genutzt. Auch gab es einen Infostand an dem man sich unter anderem über die hohe Schutzwirkung von Rauchmeldern informieren konnte. Wem die Theorie nicht ausreichte, der konnte auch diesmal wieder eigene praktische Erfahrungen sammeln. Im „Rauchkeller“ gab es die Möglichkeit, auszuprobieren, wie es sich anfühlt, mit voller Ausrüstung ausgestattet in einem verrauchten Keller ohne Sicht die Orientierung zu behalten und welchen großen Vorteil hier der Einsatz einer Wärmebildkamera hat.

Aufregend waren auch die beiden Schauübungen. Den Anfang machte die Kinderfeuerwehr. Die Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren demonstrierten ihr Können in Sachen Erste Hilfe und Teamfähigkeit. Die ältesten Kinder führten einen Löschangriff vor, und die Jugendlichen zeigten den begeisterten Zuschauern eine Übung, wie sie bei der Leistungsspange durchgeführt wird. Hierbei wird die Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer und die anschließende Abgabe des Wassers über drei C-Schläuche simuliert.

Mit dem Konzert der Band „The Printers“ und einer Party mit Cocktailbar klang der Abend unter dem aufgespannten Fallschirm aus. „Über den Tag verteilt konnten wir uns über mehr als 1000 Besucher freuen“, teilt der Löschzug mit und spricht von einem sehr gelungenen Fest bei nahezu tropischen Temperaturen.