Nach Einsatz Feuerwehr warnt: Nicht in den Rhein!

Meerbusch · Vor einigen Tagen mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr Meerbusch am Rhein ein vermisstes Kind suchen. Auch wenn der Einsatz glimpflich endete, nimmt die Feuerwehr den Vorfall zu Anlass, um noch einmal auf die Gefahren hinzuweisen, die von dem Fluss ausgehen.

Einsatzkräfte mussten vor einigen Tagen am Rhein nach einem vermissten Kind suchen. Glücklicherweise wurde das Kind unversehrt gefunden.

Einsatzkräfte mussten vor einigen Tagen am Rhein nach einem vermissten Kind suchen. Glücklicherweise wurde das Kind unversehrt gefunden.

Foto: Feuerwehr Meerbusch

Auf Höhe eines Campingplatzes hatte eine Familie ihr vierjähriges Kind während eines Spazierganges aus den Augen verloren und daraufhin den Notruf gewählt. Die alarmierten Kräfte der Feuerwehr Meerbusch und Düsseldorf sowie die DLRG aus Neuss, Dormagen und Kaarst machten sich umgehend auf die Suche. Dabei wurden sie tatkräftig von einem Hubschrauber der Polizei unterstützt, welcher schließlich den entscheidenden Hinweis auf den Aufenthaltsort des Kindes gab. Dieses war glücklicherweise nicht in den Rhein gegangen, sondern konnte am Flussufer aufgefunden und unversehrt an die Eltern übergeben werden.

Passend zu den immer wärmer werdenden Temperaturen zieht es seit Tagen immer mehr Menschen an den Rhein. Das kühle Wasser verlockt viele, im Fluss eine Abkühlung zu suchen. Davon ist aber definitiv abzuraten, wie die Feuerwehr Meerbusch informiert. „Der Rhein stellt mit seinen starken Strömungen, die oft schon im Uferbereich beginnen, eine akute Gefahr für das Leben von Mensch und Tier dar. Besser ist eine Abkühlung in den umliegenden Schwimmbädern“, heißt es in einer Presseerklärung. Aufgrund der Fließgeschwindigkeit bestehe immer ein erhöhtes Gefahrenpotential für Menschen, die sich im Wasser des Rheins aufhalten. Die starke Strömung, Strudel und auch die Bodenbeschaffenheit seien kaum mit dem bloßen Auge zu erkennen und könnten einen Schwimmer sehr schnell in Lebensgefahr bringen. Auch die Fläche zwischen den Buhnen, die zur Strömungsregulierung und zur Minmierung der Abtragung des Ufers errichtet wurden, bietet hier keine Sicherheit, stellen die Experten klar.

Gerade Kinder seien gefährdet. Aufgrund des Schiffsverkehrs komme es immer wieder zu einem Sog und/oder Wellenschlag. Wenn das Kind mit den Füßen im Wasser steht, könne dies schon ausreichen, um in die Strömung gezogen zu werden. Auch Erwachsene und geübte Schwimmer könnten hiervon betroffen sein. Die Feuerwehr rät daher von Planschen, Schwimmen oder Baden im Rhein ab! Hier besteht akute Lebensgefahr!