Ein „pianistischer Tsunami“

Lank-Latum · Im Juli heißt es: auf, auf nach Ungarn – zumindest musikalisch! In der Reihe „Weltklassik am Klavier!“ gastiert am kommenden Sonntag, 31. Juli, um 17 Uhr im Forum Wasserturm, Rheinstraße 10 in Lank-Latum Ausnahmepianistin Sofja Gülbadamova.

In der Reihe „Weltklassik am Klavier!“ gastiert am kommenden Sonntag, 31. Juli, um 17 Uhr im Forum Wasserturm Ausnahmepianistin Sofja Gülbadamova.

In der Reihe „Weltklassik am Klavier!“ gastiert am kommenden Sonntag, 31. Juli, um 17 Uhr im Forum Wasserturm Ausnahmepianistin Sofja Gülbadamova.

Foto: Veranstalter

Bekannt für ihr intensives und leidenschaftliches Spiel, entführt die Virtuosin mit ihrem diesjährigen Programm „Ungarische Rhapsodie!“ auf eine Reise nach Ungarn. Dynamische Zigeuner-Klänge und -Rhythmen finden bei Sofja dank ihrer facettenreichen Interpretationsweise ihren unverwechselbaren Ausdruck: ungarisch-romantisch mit einer gehörigen Prise wirbelnder Virtuosität. Sofja Gülbadamova, „für die poetische Schönheit“ ihres Spiels und ihre „frappierende Musikalität, Klangfantasie, tiefenentspannte Pianistik und eine erstaunlich vielfältige Gestaltungspalette“ von der Presse gefeiert, zählt zu den herausragenden Musikerinnen ihrer Generation. Preisträgerin und Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe in den USA, Frankreich, Spanien, Russland, Deutschland, Österreich und Belgien, gewann sie im Jahr 2008 gleich zwei Klavierwettbewerbe in Frankreich: Den Concours international pour piano in Aix-en-Provence sowie den 6. Internationalen Francis-Poulenc-Wettbewerb. Als echter „pianistischer Tsunami“ bezeichnet, konzertiert Sofja Gülbadamova erfolgreich in ganz Europa sowie in Russland, Chile, Argentinien. Sie hat mehrere CDs in Deutschland und Frankreich eingespielt, die ausgezeichnete Kritiken erhielten.

Die „Rhapsodies hongroises“ von Franz Liszt stellen einen erfolgreichen Versuch dar, die Spielweise der ungarischen Zigeuner-Kapellen nachzuempfinden. Die Besonderheiten der Zigeunermusik, wie Dynamik, Metrum, Agogik, Rhythmus, Klangfarben typischer Instrumente, harmonische Struktur und mehr, hatte Liszt während seines Ungarn-Aufenthalts in den 1840er Jahren mit der Gründlichkeit eines Folkloristen studiert und schrieb, dass er „die Ergebnisse dieser nationalen Studien in einem hübsch umfangreichen Band ungarischer Rhapsodien veröffentlichen“ wolle. Brahms lebenslange Begeisterung für die ungarische Musik hat ihren Ursprung in der Bekanntschaft mit dem ungarischen Geiger Eduard Reményi. 1853 traten sie eine gemeinsame Konzertreise an, die den jungen Brahms zum Komponieren der Variationen über ein ungarisches Lied op. 21 Nr. 2 inspirierte.

(StadtSpiegel)