Aktion der Stadt Neues Zuhause für Goldfische

Viersen · Das Wasserbecken im Alten Stadtgarten an der Burgstraße ist (unpassender) Lebensraum für zahlreiche Goldfische. Diese Fische werden vermutlich von Menschen dort ausgesetzt. Um die Reinigung des Beckens ohne Gefährdung für die Fische möglich zu machen und den Tieren einen angemessenen Platz zu bieten, sind diese jetzt entnommen worden.

Momentaufnahme während des Abfischens mit Mitgliedern des Angelsportvereines und Mitarbeitern der Städtischen Betriebe.

Foto: Stadt Viersen

Mehrere Hundert Goldfische, überwiegend jüngere Tiere von wenigen Zentimetern Länge, bevölkern das Wasserbecken im Alten Stadtgarten an der Burgstraße. Dieser Fischbesatz ist nicht auf natürlichem Weg entstanden.

Die Städtischen Betriebe bitten darum, keine nicht mehr gewollten Goldfische, aber auch keine Schildkröten und andere Wasserbewohner, hier auszusetzen.

Auch wenn die anpassungsfähigen Tiere für Außenstehende auf den ersten Blick mit den Bedingungen weitgehend zurechtzukommen scheinen, ist das Becken kein angemessener Platz für diese Fische. Das Becken ist für die Menge der Fische zu klein, es ist nicht tief genug und bietet aufgrund seiner Lage nur wenig vor allem im Sommer sehr wichtigen Schatten. Zudem gibt es zu wenig Futter.

Das Wasserbecken muss regelmäßig gereinigt werden. Es würde sonst verschlammen, die Wasserfontänen verstopfen. Dazu muss das Wasser weitestgehend abgepumpt werden. Die jetzt anstehende Reinigung war Anlass, eine größere Umzugsaktion für die Goldfische zu organisieren. Wie schon bei der letzten Aktion im Jahr 2022 unterstützte der Angelsportverein Petri-Heil Wassenberg – der Mitglieder in Viersen hat – tatkräftig.

Die Angelsportler sammelten nicht nur mit Keschern die Fische bei sinkendem Wasserstand ab. Sie brachten ein mobiles Wasserbecken mit Belüftung mit, um die gefangenen Fische abtransportieren zu können. Für alle Fische waren bereits im Vorfeld zuverlässige Interessierte gefunden, die den Tieren eine Heimat in ihrem privaten Teich bieten werden. Dort erwartet die Tiere ein Leben zu besseren Bedingungen als im Alten Stadtgarten. Goldfische erreichen bei guter Pflege im Durchschnitt ein Alter von 25 Jahren.

Im Vorfeld hatten sich weitere Interessierte aus der Bevölkerung an die Städtischen Betriebe gewandt und angeboten, einen Teil der Fische zu übernehmen. Andere äußerten Sorge über den möglichen Verbleib der Tiere.

In zahlreichen Gesprächen, auch während der Aktion konnten die aufgeworfenen Fragen rund um die Abwicklung des Goldfisch-Umzugs umfassend und zur Zufriedenheit aller Beteiligten geklärt werden.

Das Becken wird nun von den Städtischen Betrieben gereinigt. Dabei wird es nicht nur von überschüssigem Schlamm befreit, werden abgestorbene Wasserpflanzen und zu Boden gesunkenes Laub entfernt.

Bereits während des Abpumpens am Samstag zeigte sich, dass das Becken immer wieder mit einem Mülleimer verwechselt wird. Snack-Verpackungen, benutzte Hundekotbeutel, leere – teilweise abgebrochene – Flaschen und sonstiger Unrat kamen dabei an die Oberfläche.