Virtueller Austausch der Musikschulen Grußvideo zum Europatag

Meerbusch · Pünktlich zum Europa-Tag haben die Städtische Musikschule Meerbusch und die Musikschule aus dem ukrainischen Fastiv, nahe der Hauptstadt Kiew, ein gemeinsames musikalisches Grußvideo veröffentlicht und auf dem Video-Portal Youtube eingestellt.

Musikschüler aus Meerbusch und dem ukrainischen Fastiv haben zum Europatag ihren virtuellen Austausch fortgesetzt.

Musikschüler aus Meerbusch und dem ukrainischen Fastiv haben zum Europatag ihren virtuellen Austausch fortgesetzt.

Foto: Screenshot Youtube

Die zwischen den Städten ausgetauschten Filmsequenzen wurden in Meerbusch zu einem Gemeinschaftswerk zusammengeschnitten, das unweigerlich anrührt. Damit setzen beide Schulen ihren zu Weihnachten 2022 vorsichtig geknüpften virtuellen Austausch fort. Junge Musikerinnen und Musiker aus beiden Städten geben Kostproben ihres Könnens und stimmen auf verschiedenen Instrumenten Ludwig van Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ an. Der Chor der Musikschule Fastiv singt die Ode, die zugleich auch offizielle Europa-Hymne ist, in Deutsch und Ukrainisch.

Bürgermeister Christian Bommers und Fastivs Musikschulleiter Mykola Sokyrko haben Grußworte beigesteuert, die über Untertitel in beide Sprachen übersetzt sind: „Russland wird es mit diesem furchtbaren Krieg nicht schaffen, uns als Europäer zu entzweien“, versichert Bommers den Menschen in Fastiv. „Im Gegenteil, wir sind vereinter denn je – und da beziehe ich die Ukraine ausdrücklich mit ein.“ „Wir danken der gesamten demokratischen Welt für ihre Unterstützung“, so Mykola Sokyrko. Es sei eine europäische Aufgabe, sich für die Unabhängigkeit der Ukraine einzusetzen.

Christian Bommers steht seit Jahresbeginn in Kontakt mit seinem Amtskollegen aus Fastiv, Mykhailo Netiazhuk. Trotz aller Gefahren und Sorgen, die der Krieg mit sich bringt, wollen beide Bürgermeister behutsam einen kulturellen Austausch zwischen ihren beiden Städten aufbauen. Die gemeinsamen Video-Projekte der beiden städtischen Musikschulen sollen ein Anfang sein. Wenn die Kriegslage es zulässt, könnte es möglicherweise schon im Herbst einen ersten Besuch von Vertretern aus Fastiv in Meerbusch geben. „Wir zeigen den Menschen in der Ukraine unsere Solidarität und wollen sie in ihrem Mut bestärken, diesen Krieg zu bestehen“, so Bommers. Dieses Ansinnen werde in Fastiv mit großer Dankbarkeit aufgenommen.

Das Video kann unter https://youtu.be/­­G0-DzmwSHm8 aufgerufen werden.