Ursache noch unklar Explosion in Mehrfamilienhaus

Osterath · Am Mittwochabend war die Feuerwehr Meerbusch in einem Mehrfamilienhaus an der Strümper Straße in Osterath im Einsatz. Dort hatte es eine Explosion gegeben.

Vollständig geborsten waren die Fenster der Wohnung, in der es zu der Explosion kam.

Foto: Feuerwehr Meerbusch

Mehrere Anrufer hatten gegen 22.35 Uhr einen lauten Knall gehört und daraufhin den Notruf gewählt. Über die Kreisleitstelle wurde ein Großaufgebot an Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich ein deutliches Schadensbild: Teile der Eingangsfassade sowie Dachziegel waren herausgedrückt worden und lagen auf der angrenzenden Wiese. Glassplitter verteilten sich über die gesamte Fahrbahnbreite und eine Länge von rund 20 Metern. Mehrere Bewohner befanden sich bereits auf der Straße. Die Feuerwehr begann umgehend mit der Personensuche im Gebäude, jedoch hatten alle Bewohner das Haus eigenständig verlassen.

In einer der Wohnungen brannte ein kleinerer Entstehungsbrand, der schnell gelöscht werden konnte. Anschließend wurde das gesamte Gebäude mit einem Hochleistungslüfter entraucht und vollständig auf weitere Gefahren sowie strukturelle Schäden kontrolliert. Um alle Räume beurteilen zu können, mussten mehrere Wohnungstüren gewaltsam durch die Feuerwehr geöffnet werden. Zudem wurden die Dachflächen vom Korb der Drehleiter auf lose oder absturzgefährdete Bauteile hin überprüft.

In der betroffenen Wohnung waren die Fenster vollständig geborsten, Glasscherben lagen im Vorgarten, auf dem Geh- und Radweg sowie auf der Strümper Straße. Teile der Eingangsfassade waren ebenfalls nach außen gedrückt worden. Während der Einsatzmaßnahmen betreuten Rettungsdienst und Polizei die Bewohner vor Ort. Verletzte gab es nicht.

Der Energieversorger der Stadt schaltete Strom und Wasser im Gebäude vorsorglich ab. Da das Haus nicht mehr bewohnbar ist, organisierte die Stadt Meerbusch kurzfristig Ersatzunterkünfte für die betroffenen Personen. Mitarbeiter des Baubetriebshofes reinigten die Verkehrsflächen noch in der Nacht und sicherten den Bereich.

Die Feuerwehr Meerbusch war mit insgesamt 37 Kräften aus den Einheiten Osterath und Strümp, der hauptamtlichen Feuerwache, dem Führungsdienst sowie dem Einsatzleitwagen vor Ort. Der Rettungsdienst war mit drei Fahrzeugen und sieben Einsatzkräften beteiligt. Die Polizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur Ursache des explosionsartigen Ereignisses aufgenommen. Neben dem Kreisbrandmeister machte sich auch Bürgermeister Christian Bommers ein Bild vor Ort vom Einsatzgeschehen.

Der Feuerwehr liegen bislang weder Informationen zur Ursache noch zur Schadenshöhe vor.