Ehrenamtler laden ein Sonntagabend um sechs...

Büderich/Osterath · Bei der Evangelischen Kirchengemeinde Büderich-Osterath gibt es seit Februar eine neue, vom Ehrenamt getragene Veranstaltungsreihe: Das Angebot „Sonntagabend um sechs“ soll eine Lücke schließen, die durch das Wegfallen einiger Sonntagsgottesdienste entstanden ist.

Stellten die neue Reihe „Sonntagabend um sechs“ vor (v.l.): Bertram Müller, Friedel Tischler, Sabine Häckie, Rüdiger Gerstein, Pfarrerin Susanne Pundt-Forst und Marlies Blauth.

Foto: Thomas Hippel

„Wer zuletzt etwas über Kirche in der Zeitung gelesen hat, der musste schon den Eindruck gewinnen, dass der Laden untergeht“, sagt Susanne Pundt-Forst – das sei aber mitnichten der Fall. „Kirche lebt nämlich nicht nur von den Pfarrpersonen, sondern auch von den ehrenamtlichen Helfern, die sich mit viel Engagement einbringen – und davon haben wir hier in der Kirchengemeinde einige“, so die Pfarrerin. Solange dies so sei, werde die Kirche nie ganz schwach werden.

Pundt-Forst ist dankbar für die Hingabe, mit der das ehrenamtliche Helferteam um Kantor Rüdiger Gerstein, Bertram Müller, Sabine Häckie, Annika Claas, Friedel Tischler und Marlies Blauth die Reihe „Sonntagabend um sechs“ gestaltet. Weil sich infolge der Fusion der beiden evangelischen Kirchengemeinden die Ortsteile bei der Ausrichtung der Sonntagabendgottesdienste inzwischen abwechseln (1. und 3. Sonntag Osterath, 2. und 4. Sonntag Büderich), ist in beiden Ortsteilen eine Lücke entstanden, die das neue Angebot schließen soll. In den Wochen, in denen in einem Ortsteil kein Gottesdienst ist, findet dort – in der Regel – eine „Sonntagabend um sechs“-Veranstaltung statt.

Inhaltlich ist das Ganze sehr offen angelegt: Bibelgespräche, Taizé-Gebete, Vorträge, Besinnung... die Form der 30- bis 45-minütigen Veranstaltungen ist nicht in Stein gemeißelt, die Themen sollten lediglich einen kirchlichen Bezug haben. Liturgische Elemente wie Lieder, Gebete oder Segen sind möglich, aber nicht Pflicht. Jeder – unabhängig von der Konfession – ist eingeladen. Auch wer sich an der Organisation beteiligen oder selbst ein ihn interessierendes Thema, gegebenenfalls auch im Team, aufbereiten möchte, darf sich gerne melden. Verstärkung ist immer willkommen.

Die ersten Veranstaltungen sind bereits im Februar gelaufen und wurden laut Susanne Pundt-Forst gut angenommen. So hat Bertram Müller etwa einen Vortrag über die Zisterzensier gehalten, während Friedel Tischler über Hans Simon gesprochen hat, einen bedeutenden evangelischen Pfarrer und DDR-Oppositionellen.

Die nächsten Termine sind wie folgt: 22. März: Bibelgespräch Engelworte mit Pfarrerin Maria Pfirrmann in der Evangelischen Kirche Osterath, Alte Poststraße 15; 29. März: Besinnung zum Thema „Vertrauen“ mit Friedel Tischler in der Bethlehemkirche, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 9 in Büderich; 19. April: Bibelgespräch Engelworte in der Bethlehemkirche; 26. April: Vortrag „Wie die Slawen Christen wurden“ mit Bertram Müller in der Osterather Kirche; 3. Mai: Taizé-Gebet „Singt dem Herrn“ mit Sabine Häckie, Annika Claas und anderen in der Bethlehemkirche; 31. Mai: Thema Glaube mit Marlies Blauth in der Bethlehemkirche; 14. Juni: Taizé-Gebet „Sanftes Sausen“ mit Sabine Häckie, Annika Claas und anderen in Osterath; 21. Juni: Besinnung mit Friedel Tischler in der Bethlehemkirche. Wer Lust hat, kann im Anschluss an die Veranstaltungen auch noch für einen Austausch in der Kirche bleiben.

Hinweis: In den Wochen, in die kirchliche Feiertage fallen, findet die Reihe nicht statt.