Trotz anhaltender Unsicherheiten in der Energiebranche und eines intensiven Wettbewerbs erzielte das Unternehmen mit 47,4 Millionen Euro erneut ein Rekordergebnis. Die Umsatzerlöse lagen mit 308,3 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Grund dafür seien vor allem die im Vergleich zu den Krisenjahren wieder deutlich gesunkenen Energiepreise, teilt die Enni mit. Gleichzeitig stabilisierte sich das operative Geschäft weiter. Insbesondere im Vertrieb konnte Enni wieder Wachstum erzielen, nachdem sich die Preissituation an den Energiemärkten zunehmend beruhigt hat.
„Wir sehen, dass sich unsere strategische Ausrichtung auszahlt“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung, Stefan Krämer, der sich in wenigen Tagen nach 23 Jahren an der Spitze der Enni in den Ruhestand verabschiedet und ein gesundes Unternehmen übergibt: „Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Das klassische Energiegeschäft bleibt zwar herausfordernd, zugleich tragen unsere neuen Geschäftsfelder aber inzwischen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.“
Der Ergebnisanstieg sei 2025 vor allem auf die starke Entwicklung außerhalb der traditionellen Energieversorgung zurückzuführen: Beteiligungen und Dienstleistungen sowie der Handel lieferten rund 45 Prozent des Ergebnisses. Im Heimatmarkt trägt das klassische Energiegeschäft heute nur noch mit rund einem Fünftel zum Ergebnis bei - der Großteil entsteht inzwischen in anderen Regionen und neuen Geschäftsfeldern. Auch ein einmaliger Sondereffekt trug zum sehr guten Jahresergebnis bei.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Beteiligungsgeschäft - die Erträge legten deutlich auf rund 9,5 Millionen Euro zu. Mit inzwischen 20 Unternehmensbeteiligungen stärkt Enni ihre wirtschaftliche Basis und erschließt zusätzliche Geschäftsfelder über die Region hinaus. Gleichzeitig profitiere das Unternehmen davon, „dass es in diesen Strukturen häufig auch operative Aufgaben übernimmt und eigene Kompetenzen weiterentwickelt.“ Auch das Dienstleistungsgeschäft blieb stabil und bestätige „seine Rolle als verlässlicher Ergebnisträger“. Enni bietet hier zunehmend Leistungen für Dritte an und nutzt Synergien innerhalb der Gruppe. Parallel dazu hat sich der Energiehandel als wichtiger Baustein etabliert, auch wenn die gesunkenen Energiepreise zu rückläufigen Erlösen führten.
Unabhängig von der Entwicklung im Energiegeschäft investierte Enni auch 2025 weiter gezielt in Infrastruktur und Zukunftsthemen. Schwerpunkte lagen dabei unter anderem im Ausbau und in der Modernisierung der Energienetze sowie in regenerativen Projekten rund um die Energie- und Wärmewende. Für die Gesellschafterkommunen Moers und Neukirchen-Vluyn bleibt Enni damit ein stabiler und verlässlicher Partner. Neben Ergebnisabführungen profitieren sie weiterhin von Investitionen, Aufträgen und Wertschöpfung in der Region. Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht Krämer das Unternehmen insgesamt gut aufgestellt: „Die Anforderungen an die Energieversorgung verändern sich grundlegend. Wir haben früh wichtige Weichen gestellt und werden diesen Weg konsequent weitergehen.“