ein Taxi-Halteplatz. Ein Platz, für den es keinerlei Notwendigkeit gibt. Selten gibt es derzeit Spitzen, an denen der bestehende Platz an seine Grenzen gerät. Und selbst dann gibt es im digitalen Zeitalter andere Möglichkeiten, den Bedarf an Fahrzeugen zu decken. Sind Sie wirklich sicher, dass dies der Wunsch des Bürgers ist? Nein, ich meine nicht IHREN Wunsch, sondern den des Bürgers, den SIE vertreten.
Es ist einfach traurig, dass Ihnen und der Verwaltung in der Vergangenheit keine besseren Ideen zur Gestaltung des Platzes eingefallen sind – passend dazu auch der Kommentar aus Ihren Reihen im Fernsehinterview: „Uns ist nichts Besseres eingefallen“. Ein Offenbarungseid.
Sicherlich kennen Sie meinen Bürgerantrag zum Thema, den ich mit Mitstreitern formuliert habe. Wir haben dafür 48 Stunden gebraucht. Ja, wir Bürger haben eigene Ideen, wie wir unsere Stadt gestalten möchten. Wieso sind Sie nicht willens, sich unsere Wünsche anzuhören?
Die Abfrage des Bürgerwillens wäre ergebnisoffen, und selbst wenn zum Schluss als Votum der besagte Taxi-Stellplatz das Rennen machen würde, wäre es eine Entscheidung der Bürger.
Immer mehr Besucher kommen mit der Bahn, der neue Döppersberg ist dabei die Visitenkarte der Stadt. Möchten Sie die Gäste ernsthaft mit einem Taxistand einladen, sich mehr von der Stadt anzuschauen? Warum bieten Sie am Platz Ost nicht einfach „Grün“ für diejenigen, die auf ihre Zugverbindung warten müssen, oder einfach „Grün“, weil Wuppertal die grünste Stadt Deutschlands ist?
Warum keine ausrangierte Schwebebahn, damit jeder sofort sieht, wofür das Herz in Wuppertal schlägt? Warum keinen „Klimagarten“ in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut, wie im Bürgerantrag vorgeschlagen?
Ich fordere Sie bei der Gestaltung des Platzes zu einer parteiübergreifenden und demokratischen Handlungsweise auf – zum Wohle und im Sinne des Bürgers.
Thomas Pusinelli