Bei der zwölften Auflage der Veranstaltung, zu der die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) gemeinsam mit den Moerser Schwimmvereinen eingeladen hatte, wurden sämtliche Bestmarken übertroffen. Mit 664 Teilnehmenden verzeichnete das Event nicht nur einen Zuwachs von 185 Aktiven gegenüber dem Vorjahr, sondern auch die höchste Beteiligung seit Bestehen. Von Samstag, 11 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr, zogen die Schwimmerinnen und Schwimmer unermüdlich ihre Bahnen. Meter um Meter wuchs die Gesamtstrecke auf beeindruckende 3.117 Kilometer an – satte 808 Kilometer mehr als im Vorjahr. „Dass die 3.000er-Marke fällt, hatte wohl niemand erwartet. Als Staffel hätten wir damit sogar Ägypten erreicht“, sagt Enni-Bereichsleiter Benjamin Beckerle.
Die größte Einzelleistung lieferte – wie schon im Vorjahr – Mareike Neukirch ab. Nach 42,5 Kilometern im vergangenen Jahr legte die 44-Jährige noch einmal nach: Unvorstellbare 51,85 Kilometer standen am Ende auf ihrer Karte. Eine weitere herausragende Leistung zeigte auch Fabian Herold. Mit 30 Kilometern sicherte er sich in der Altersklasse der männlichen Jugendlichen bis 17 Jahre souverän den ersten Platz. „Dass die Familie trotz Unwetterwarnung und Schnee extra aus ihrem Wohnort an der Nordsee angereist ist, zeigt die überregionale Strahlkraft des Events“, betont Beckerle.
Bei den Mannschaften setzte sich erneut der TV Aldekerk durch, der seine Vorjahresleistung von 88 Kilometern auf nunmehr 106 Kilometer steigerte. Weitere Erstplatzierte in den einzelnen Altersklassen waren Tim Werner (männliche Erwachsene), Stephanie Janas (Frauen Ü50), Uli Etzel (Männer Ü50), Hanna Bohusch und Julian Czymay (Kinder bis 9 Jahre), Kira Ripplinger und Max Wall (Jugendliche bis 14 Jahre) sowie Aleida Mauscherning (Jugendliche bis 17 Jahre). Die Siegerehrung fand am Sonntagmittag statt und spiegelte wider, was Stunden im Wasser hinterlassen: viele zufriedene, aber auch sichtbar müde Augen. Bürgermeisterin Julia Zupancic, Dr. Gündüz Selcan, Chefarzt der Bethanien Kinderklinik, und Enni-Vorständin Sandra Jungmaier ehrten die erfolgreichen Schwimmerinnen und Schwimmer und würdigten dabei nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch die Ausdauer und den Teamgeist aller Teilnehmenden.
Denn bei aller Anstrengung und Müdigkeit kam der Spaß an der Bewegung nicht zu kurz. Teilnehmen konnte jeder, der mindestens 50 Meter schwimmen konnte. Der älteste Teilnehmer war 79 Jahre alt, der jüngste gerade einmal fünf. Wer zwischendurch eine Pause brauchte, konnte sich direkt im Enni-Sportpark auf einer mitgebrachten Isomatte ausruhen. „Die Veranstaltung zeichnete sich erneut durch ihre angenehme Atmosphäre und die tolle Stimmung unter den Sportlerinnen und Sportlern aus“, resümiert Beckerle. „Gerade das Schwimmen in der Nacht hatte wieder ein ganz eigenes Flair. Und als morgens die Sonne über der verschneiten Parkanlage rund um den Enni-Sportpark aufging, haben viele aus dem Fenster geschaut und einfach den Anblick genossen.“
Darüber hinaus verfolgte das 25-Stunden-Schwimmen auch in diesem Jahr einen guten Zweck. Der Erlös aus Startgeldern sowie dem Verkauf von Speisen und Getränken fließt in eine Spendenaktion. Zusätzlich legt die Enni pro geschwommenen 100 Kilometern weitere 50 Euro obendrauf. In diesem Jahr kommt der Erlös der Kinderklinik des Krankenhauses Bethanien zugute. Der voraussichtliche Spendenbetrag liegt bei über 7.800 Euro – rund 1.800 Euro mehr als im Vorjahr und damit ebenfalls ein neuer Rekord. „Ein herzlicher Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, besonders der Bäckerei Büsch, dem Apfelparadies Kapellen, der Firma Niederrheingold und der Stiftung Bethanien, die das Event beim Catering großartig unterstützt haben. Außerdem ein Dank an die Physiotherapiepraxis Becker plus für die wertvolle Betreuung der Aktiven“, so Beckerle.