Die Schüler aus Deutschland, Bulgarien, Polen und Italien hatten die Gelegenheit, sich in Workshops und intensiven Diskussionen mit Themen aus den Bereichen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu beschäftigen. In diesem Zusammenhang erarbeiteten sie neue Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung und tauschten ihre Sichtweisen zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen – wie zum Beispiel dem Iran-Krieg – aus.
Als Gäste bereicherten der Fernsehautor Axel Sommer (RTL, WDR) und die Geo-Photographin Dörthe Hagenguth die Diskussionen mit wertvollen Impulsen und Praxisbeispielen. In internationalen Teams setzten sich die Schüler unter ihrer Anleitung mit literarischen Texten auseinander, drehten Filme und erstellten Fotostrecken.
Neben den intensiven Workshops wurde das Programm durch Exkursionen bereichert. Highlight war der Besuch der Altstadt von Lübeck. Die gemeinsamen Erkundungen förderten den interkulturellen Austausch und ermöglichten den Jugendlichen, die Geschichte und Kultur Deutschlands hautnah zu erleben.
Julian Kamphausen, Projektkoordinator der Deutschen Nationalstiftung, zeigte sich tief beeindruckt von der diesjährigen Begegnung: „Wir sind sehr glücklich, im Jahr 2026 in Lübeck und anderen Orten wie Wittenberg und Weimar erneut sechs Schulbrücken finanzieren zu können. In den vergangenen 24 Jahren haben rund 5 600 Teilnehmer in den verschiedenen Projekten die Zukunft Europas diskutiert, Verständnis füreinander entwickelt und Freundschaften geschlossen.“
Ein zentrales Element der internationalen Begegnung ist auch der Alumni-Verein der Deutschen Nationalstiftung, der ehemalige Teilnehmer zusammenbringt und den Austausch seit Jahren fördert. Der Verein bietet jungen Menschen aus ganz Europa eine Plattform, sich gesellschaftlich zu engagieren und die Erfahrungen ihrer SchulBrücken-Projekte weiterzugeben.
Für das Hugo-Junkers-Gymnasium ist die Teilnahme an diesem einzigartigen, länderübergreifenden Projekt mittlerweile eine feste Tradition, denn die regelmäßig stattfindenden Treffen bieten eine wertvolle Gelegenheit für Schüler, sich mit Gleichaltrigen aus anderen europäischen Ländern auszutauschen und so das Verständnis für verschiedene Kulturen und politische Systeme zu vertiefen. Lehrer Reinhard Bitter, der das Projekt am Hugo-Junkers-Gymnasium organisiert, gelang es, eine der begehrten „Brücken“, die jeweils rund 60 000 Euro kosten, in diesem Jahr nach Mönchengladbach zu holen.
„Nach der SchulBrücke ist vor der SchulBrücke“, lautet das Motto Bitters – und auf Basis dieses Leitsatzes blickt der engagierte Pädagoge bereits auf das nächste Treffen im Oktober, zu dem der nächste Jahrgang junger Demokraten in das Wilhelm Kliever Haus eingeladen wird. Im Hardter Wald werden dann rund 60 junge Menschen aus Deutschland, Ungarn, Rumänien und Frankreich zusammenkommen, um an der internationalen Jugendbegegnung teilzunehmen und so aktiv die europäische Zusammenarbeit zu fördern.