Viele der Besucher waren Jugendliche, die die Gelegenheit nutzten, um die Karrierechancen im Pflege- und Sozialbereich kennenzulernen. Nicht nur Schülerinnen und Schüler, auch zahlreiche Quereinsteiger entdeckten vielfältige berufliche Perspektiven.
Ziel war es, Menschen über die beruflichen Möglichkeiten im Bereich der Pflege aufzuklären und die unterschiedlichen Akteure in der Pflege besser zu vernetzen. Landrätin Katharina Reinhold betonte bei ihrem Besuch: „Ich freue mich über die tolle Resonanz. Die Messe zeigt die Vielfalt der Berufe in den Bereichen Pflege und Soziales auf und leistet einen wichtigen Beitrag, um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken.“
Die Gemeinnützige Beschäftigungsförderungsgesellschaft mbH Rhein-Kreis Neuss (bfg) organisierte die „Erlebniswelt Pflege und Soziales“ im Auftrag des Rhein-Kreises Neuss in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Neuss und dem Jobcenter Rhein-Kreis Neuss. Weitere Partner waren die ambulanten und (teil-)stationären Einrichtungen, Kliniken und Krankenhäuser im Kreisgebiet. Die Messe fand im Rahmen des Projekts „Zukunftsprogramms Pflegeberufe“ (ZUPF) statt – ein Projekt des Rhein-Kreises, das von der bfg durchgeführt wird.
Weit über 20 Einrichtungen präsentierten im Gare du Neuss ihre Angebote. Vertreten waren unter anderem das Rheinland-Klinikum, die Augustinus-Gruppe, aber auch das Berufskolleg für Wirtschaft und Informatik und weitere Bildungseinrichtungen. Die Palette der Anbieter im Kampf gegen den Fachkräftemangel war bunt gemischt und reichte von der Caritas und Diakonie über die Lebenshilfe bis hin zu mehreren Seniorenheimen. An den Ständen der Malteser und der Johanniter Unfallhilfe konnten beispielsweise Besucher Herzdruckmassage an Reanimationspuppen ausprobieren, bei der Feuerwehr erlebten die Jugendlichen, wie es sich anfühlt, die schwere Schutzausrüstung anzulegen.
Die „Erlebniswelt Pflege und Soziales“ fand zum dritten Mal statt und stellte Jobs und Ausbildungsberufe, Weiterbildungsangebote und Qualifizierungen in den Blickpunkt. „Wir haben gezeigt, was beruflich in den Bereichen Pflege und Soziales alles möglich ist, und haben auch eine Plattform zur Vernetzung geboten“, sagt ZUPF-Projektkoordinatorin Marie Luise Gerling-Kleine-König. So nutzten zahlreiche Jugendliche und Quereinsteiger die Gelegenheit, um mit potentiellen Arbeitgebern zu sprechen und sich über konkrete Ausbildungswege und offene Stellen zu informieren.