Jahreshauptversammlung Bruderschaft zieht eine positive Bilanz

Lank-Latum · Wenn die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lank-Latum zur Jahreshauptversammlung ruft, dann stehen weder Terminkalender noch Wetterbericht im Weg.

Nach 24 Jahren Tätigkeit als Schatzmeister verabschiedete sich Ludwig Leuchten in den Ruhestand – und wurde sogleich zum Ehrenmitglied der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft ernannt.

Foto: St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lank-Latum

Pünktlich marschierten die Kompanien vor dem Haus ihres amtierenden Schützenkönigs Uwe Henze auf, um ihn in gebührender Form „abzuholen“. Marschmusik im Ohr, Hut gerade, Brust geschwellt – es ging im Gleichschritt zur Kirche und anschließend weiter Richtung Forum Wasserturm, dem Austragungsort der großen Versammlung. Drinnen gab es dann weniger Trommeln, aber umso mehr Zahlen. Der Rückblick auf das Jubiläumsschützenjahr sorgte für zufriedene Gesichter – nicht zuletzt, weil sich die Bruderschaft finanziell hervorragend aufgestellt zeigte. Die Schatzmeister und der Vorstand wurden einstimmig entlastet – ein Applaus, der klang, als hätte jemand Freibier versprochen.

In Sachen Wahlen herrschte reger Betrieb: Matthias Janßen von der Preußischen Infanterie übernimmt künftig das Amt des 2. Geschäftsführers, während Uwe Henze – als König in Doppelfunktion – zum neuen 1. Schatzmeister gewählt wurde. Frank Kuntze von der Marine Kompanie komplettiert das Team als 2. Schatzmeister.

Und dann kam der Moment, der alle vom Hocker riss: Nach 24 Jahren unermüdlicher Arbeit verabschiedete sich Ludwig Leuchten als Schatzmeister in den wohlverdienten Ruhestand. Die Standing Ovations hätten locker für ein ganzes Schützenfest gereicht – und die Krönung: Leuchten wurde einstimmig zum Ehrenmitglied der Bruderschaft ernannt. Seine Reaktion? Ein seltener Moment, in dem ihm glatt die Worte fehlten. Der „Herr der Taler“ verabschiedete sich von der aktiven Bühne.

Nach dem offiziellen Teil löste sich die Runde in bester Schützentradition auf – nämlich in die umliegenden Lanker Kneipen. Dort wurde nicht mehr gewählt, sondern angestoßen – auf ein starkes Jahr, ausgezeichnete Kameradschaft und das, was die Bruderschaft seit Jahrzehnten prägt: Herz, Humor und ein gutes Maß Schützenehre.