Neue Initiative in Meerbusch Für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Meerbusch · „Meerbusch goes Future“ heißt eine neue Mitmachinitiative, die zum internationalen Klimaschutz und zur Erreichung der 17 UN- Nachhaltigkeitsziele beitragen möchte. Die Beteiligten hoffen auf zahlreiche Mitstreiter. Erstes Ziel ist es, in Nicaragua 60 000 Bäume zu pflanzen – einen Baum pro Meerbuscher Einwohner.

Die Gründungsmitglieder von Meerbusch goes Future (v.l.): Stephen Schienbein, Inge Grothe-Rosenberg, Annette Neth und Estelle Herlyn.

Die Gründungsmitglieder von Meerbusch goes Future (v.l.): Stephen Schienbein, Inge Grothe-Rosenberg, Annette Neth und Estelle Herlyn.

Foto: Berit Kriegs

Gegründet wurde Meerbusch goes Future im letzten Herbst von der Kyocera Document Solutions Deutschland GmbH, dem Soroptimist International (SI) Club Meerbusch und der Sparkasse Neuss. Am Montag stellte sich das Bündnis offiziell der Öffentlichkeit vor.

Prof. Dr. Estelle Herlyn, Vorsitzende des gemeinnützigen Trägervereins Soroptimist International Club Meerbusch goes Future e. V. sagte, es gehe um eine höhere Ebene, „ein gutes Leben für alle Menschen“. Der Fokus liege daher auf den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, zu denen – Ziel 13 – der Klimaschutz gehöre, aber auch die Überwindung von Armut, menschenwürdige Arbeit, Gesundheit, Bildung oder die Geschlechtergleichheit. „Wir brauchen das Engagement aller, wenn wir wirklich Erfolg haben wollen.“

Auch Inge Grothe-Rosenberg, Vizepräsidentin des SI-Clubs Meerbusch, betonte: „Wir brauchen starke Partner.“ Meerbusch goes Future sei gegründet worden, um die Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen. Der nächste Punkt sei es nun, weitere Menschen davon zu überzeugen, diese Ziele nicht nur auf lokaler, sondern auch auf internationaler Ebene zu unterstützen.

Für Kyocera und die Sparkasse Neuss ist das Engagement für Meerbusch goes Future nur folgerichtig. Annette Neth von der Unternehmenskommunikation Sparkasse Neuss sagte, nachhaltiges Handeln und Wirtschaften sei seit 200 Jahren elementarer Bestandteil des Sparkassengedankens. Stephen Schienbein, Group Director Sales Operation bei Kyocera, erklärte, die harmonische Koexistenz von Natur und Gesellschaft sei Teil der Unternehmensphilosophie – seit der Gründung 1959.

Als erste Aktion hat Meerbusch goes Future ein Wiederaufforstungsprojekt in Nicaragua gestartet, bei dem 60 000 Bäume gepflanzt werden, entsprechend der Einwohnerzahl Meerbuschs. Hierfür können die Bürgerinnen und Bürger spenden – schon mit einem Betrag von 3 Euro wird das Pflanzen eines Baumes ermöglicht.

Zum Abschluss appellierte Dr. Madeleine Durand-Noll, designierte Präsidentin von Soroptimist International Deutschland, an die Macht der Gemeinschaft. „Das Klima endet nicht an der Grenze und auch wir müssen alle zusammenarbeiten“, sagte sie. „Nur durch die Kooperation über Grenzen hinweg werden wir etwas bewegen.“

Am Sonntag, 4. Juni, präsentiert sich Meerbusch goes Future auf dem Ökomarkt in Lank, um mit vielen Bürgern ins Gespräch zu kommen. Wer die Initiative mit Spenden unterstützen möchte, kann dies am einfachsten über die Website www.betterplace.org. Weitere Informationen unter www.meerbuschgoesfuture.de.