Nach Achillessehenabriss Sehnen-OP im hohen Alter

Lank · Nach einem Achillessehnenabriss wendete sich Hermann Wasser an das Fußchirurgische Zentrum des St. Elisabeth-Hospitals in Meerbusch-Lank. Dort konnte ihm geholfen werden.

Die Leiterin der Fußchirurgie, Manuela Edling, begutachtet die Fortschritte ihres Patienten Hermann Wasser.

Die Leiterin der Fußchirurgie, Manuela Edling, begutachtet die Fortschritte ihres Patienten Hermann Wasser.

Foto: Simon Erath

Es war früher Silvesterabend, als bei einem Spaziergang mit seiner Frau die Achillessehne des rechten Fußes von Hermann Wasser durch einen Sturz abriss. Freunde und auch sein Orthopäde empfahlen ihm das Fußchirurgische Zentrum des St. Elisabeth-Hospitals in Lank. Die Leiterin der Fußchirurgie, Manuela Edling, verlängerte und vernähte in einer aufwendigen Operation die abgerissene Sehne.

Meistens entsteht eine Achillessehnenruptur, wie der medizinische Fachbegriff dafür ist, durch eine Überbeanspruchung bei sportlicher Betätigung. Und meist tritt sie bei Menschen zwischen 30 und 40 Jahren auf. Beides traf bei Hermann Wasser nicht zu. Er stürzte beim Spaziergang.

Da die Sehne schon verschleißbedingt verändert war, konnten nicht einfach die beiden Enden mit einer sogenannten End-zu-End-Naht verbunden werden. Manuela Edling entschied sich für eine Verlängerungsplastik. „Hierbei ist zwar die Heilungsphase länger, aber der Patient hat sehr gut und wie besprochen geübt und so bei der Wiederherstellung aktiv mitgewirkt. Die Achillessehne wird – trotz des hohen Alters des Patienten – wieder voll hergestellt werden“, ist sich die Leiterin der Fußchirurgie sicher.

„Selbst als 80-Jähriger kann man seine Ausdauer und Beweglichkeit wiedererlangen – auch fürs Fahrradfahren und Golfspielen“, macht sie Hermann Wasser Mut. Als Voraussetzung dazu habe sie das erste Drittel beigetragen, die anderen zwei Drittel muss der Patient durch Mitarbeit und die notwendige Geduld erbringen.

Rund drei Monate lang trug Hermann Wasser zum Schutz des Fußes eine Orthese und nutzte einen Rollstuhl. Er folgte konsequent der Empfehlung von Manuela Edling, seinen Fuß nicht zu belasten. „Meine Frau, die mich nun fahren musste, achtete ebenfalls darauf“, lächelt er.  Regelmäßig nahm er die Kontrolltermine in der Fußchirurgie wahr und startete im Rahmen der Nachsorge durch seinen Orthopäden im April mit der Physiotherapie. Auch zu Hause setzte er die Dehnungsübungen fort. Seit Ende September darf er seinen Fuß wieder ganz belasten.

„Ich gehe jetzt viel zu Fuß, aber ganz vorsichtig“, berichtet Hermann Wasser. Mit Fahrradfahren und einem ersten Training auf dem Golfplatz hat er auch wieder begonnen. „Jetzt fehlt noch die Ausdauer. Aber die kommt ja bald wieder, das hat mir Frau Edling versprochen“, erzählt er. „Ich bin mit ihr und der Klinik wirklich sehr zufrieden. Und bin auch sicher, gut ins nächste Jahr zu gehen!“