Stadt und SWK wollen Krefeld vernetzen Krefeld soll „Smart City“ werden

Krefeld · Gemeinsam mit den SWK will die Stadt eine digitale Infrastruktur schaffen und Krefeld zur „Smart City“ entwickeln. Von der Vernetzung sollen auch die Bürger profitieren.

 Die SWK-Vorstände Kerstin Abraham und Carsten Liedtke wollen den Ausbau zur „Smart City“ vorantreiben.				Foto: SWK

Die SWK-Vorstände Kerstin Abraham und Carsten Liedtke wollen den Ausbau zur „Smart City“ vorantreiben. Foto: SWK

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  Krefeld will und soll „intelligenter“ werden,  finden Oberbürgermeister Frank Meyer und die beiden SWK-Vorstände Kerstin Abraham sowie Carsten Liedtke. Das Trio stellte am Freitag die neuesten Pläne für das Projekt „Smart City“ vor. Stadt und SWK wollen verschiedene Konzepte umsetzen und gemeinsame Ideen für die Stadt der Zukunft entwickeln. Das Zauberwort heißt „Internet of Things“ (IoT). Es steht als Sammelbegriff für Technologien, die es ermöglichen, sich miteinander zu vernetzen und durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenzuarbeiten.

„Unsere Stadt immer stärker zu vernetzen und Stück für Stück zur ‚Smart City‘ weiterzuentwickeln, ist eine komplexe Aufgabe, bei der wir gemeinsam mit Krefeld Business und der SWK voran gehen. Es ist strategisch wichtig, neue digitale Wege zu gehen und unsere Infrastruktur in allen Bereichen zukunftsfähig zu machen. Die Unternehmen, die städtischen Institutionen, natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger werden davon profitieren“, urteilt OB Meyer.

Doch wie genau könnte dieser Profit aussehen? Ein Beispiel: Zuhause haben sich wieder einmal leere Kartons und weitere Papierverpackungen angesammelt. Die Fahrt zum nächsten Altpapier-Container ist unerlässlich. Dort angekommen stellt man aber fest, dass die Sammelstelle bereits restlos überfüllt ist. Ein Ärgernis, welches in der „Smart City“ zukünftig so nicht mehr vorkommen soll. So könnten mittels neuester Technik Sensoren den Füllstand der Container überprüfen. Die SWK-Tochter GSAK könnte so schnell erkennen, wo eine Leerung sinnvoll ist und wo eine unnötige Fahrt gespart werden kann. Auch die Einbindung in eine App ist denkbar. So kann der User bequem Zuhause angezeigt bekommen, wo sich in seiner Nähe ein Container mit ausreichend Platz für sein Altpapier befindet.

Weitere Anwendungsfälle könnten die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche in Bezug auf Eis und Schnee, die Überwachung der Luftqualität an Hauptverkehrsstraßen oder die Belegung von Parkplätzen mit E-Ladesäulen sein. „Überall dort können uns Sensoren helfen, unsere Aufgaben schneller, besser und zuverlässiger zu erfüllen“, sagt SWK-Vorstand Carsten Liedtke. Die Vernetzung von verschiedenen Geräten und der Austausch von Daten biete zahlreiche Chancen, die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen.

Letztlich geht es darum, das Wissen über die Stadt zu erhöhen, um langfristig richtige Entscheidungen treffen zu können, sagt Eckart Preen, Leiter des Dezernats Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales und Leiter „Krefeld Business“. „Hierfür benötigen wir vor allem eines: mehr Daten. Diese müssen erhoben, übermittelt und verwaltet bzw. analysierbar gemacht werden.“ Die SWK schaffe hierfür wichtige Voraussetzungen.

Ein wesentlicher Baustein beim Aufbau einer digitalen Infrastruktur ist LoRaWAN, eine Abkürzung für Long Range Wide Area Network, eine speziell entwickelten Funktechnologie. Sensoren erfassen hierbei Daten/Zustände, die über Antennen auf eine Plattform übertragen werden und dort visualisiert werden können.