Nicht mehr lange, dann kann man sich im Zoo Krefeld auf eine gedankliche Australienreise begeben: Noch in diesem Frühjahr soll das neue „Känguru-Outback“ eröffnen. Die Finanzierung durch die Zoofreunde und die Sparkasse Krefeld, die zusammen rund eine Million Euro zur Verfügung stellten, hat den Bau ermöglicht. Zu sehen gibt es in der neuen Anlage die Arten „Graues Riesenkänguru“ und „Gelbfuß-Felskänguru“. „Die sind sehr hübsch anzuschauen mit ihrer wunderschönen Fellzeichnung“, verspricht Zoodirektorin Dr. Stefanie Markowski, die sich schon sehr auf die Neuzugänge freut. Ebenfalls mit einziehen werden Emus, die größten australischen Laufvögel, die zusammen mit den Kängurus als Symbol- und Wappentiere des riesigen Landes gelten.
Eine ganz anders gelagerte Neueröffnung wird sich eher im Stillen abspielen: In wenigen Wochen eröffnet auf dem Zoogelände eine Fledermaus-Auffangstation in Zusammenarbeit mit der Stadt Krefeld und dem NABU Krefeld/Viersen. Verletzte Tiere werden hier wieder so weit aufgepäppelt, dass sie an fachkundige Personen abgegeben werden können, die die Fledermäuse weiter versorgen und wieder in die Natur entlassen. Dr. Stefanie Markowski: „Ein sehr sinnvolles Projekt, das lokalen Diversitätsschutz mit Tierschutz kombiniert.“
In den Startlöchern steht das Zooteam auch in Sachen Artenschutzzentrum Affenpark. Hier wartet man auf die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt, den Orang Utan-Bereich. Großzügige, baumhohe Anlagen sollen dafür sorgen, dass sich die gerne in große Höhe kletternden Tiere wohlfühlen. Errichtet wird das Gebäude, das auch eine weitere, kleinere (aber noch nicht festgelegte) Affenart beherbergen soll, auf einer Fläche, die der Zoo von der Stadt Krefeld zur Verfügung gestellt bekommt. Den Hauptteil der Finanzierung tragen die Gesellschafter der Zoo Krefeld gGmbH, die Stadt und die Zoofreunde Krefeld e.V..
Noch in den Anfängen stecken die Planungen für einen weiteren Neubau: „Die Seelöwenanlage ist arg in die Jahre gekommen, sie stammt noch aus den frühen 1960er Jahren“, erklärt Dr. Markowski. Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie, finanziert von der Stadt, die Möglichkeiten ausloten.
Bereits fertig ist dagegen die große Terrassenüberdachung der Zoogastronomie. Wettergeschützt können die Besucher im Freien mit Blick auf die Flamingos Getränke, Kuchen und Herzhaftes genießen, bevor sie ihren Zoobummel fortsetzen.
Ein Zoo ist bei weitem nicht nur eine „Show“ für die Besucher, er erfüllt auch wissenschaftliche Aufträge und trägt zur Erforschung und Erhaltung seltener Tierarten bei. Im Rahmen internationaler Zuchtprogramme dürfen in diesem Jahr die Sumatra-Tiger Leopold und Mau für Nachwuchs sorgen. Jungtiere werden auch bei den Roten Pandas, den Schimpansen und den Schneeleoparden (hier zieht ein neuer Kater ein) erwartet oder zumindest erhofft – „denn ob es wirklich klappt, weiß man natürlich nie“, so die Zoodirektorin.
Unvergessliche Momente erleben Erwachsene und Kinder bei den Nachtsafaris im Zoo. Die beliebten Führungen werden ab diesem Jahr noch häufiger angeboten: Von März bis September können Kinder mit einer erwachsenen Begleitperson an jedem ersten Dienstag im Monat das „Nachtleben“ im Zoo entdecken. Die Führungen für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene finden in diesem Zeitraum immer am dritten Dienstag des Monats statt. Unter www.zookrefeld.de/events informiert der Zoo über weitere tolle Veranstaltungen für Familien, die auch gleich auf der Seite gebucht werden können.