Berufskolleg in Kempen Turnhalle wird zum Obdach für 190 Menschen aus der Ukraine

Kempen · Um weitere Unterkunftskapazitäten für geflüchtete Menschen aus der Ukraine zu schaffen, richtet der Kreis Viersen eine Unterkunft in der Turnhalle des Rhein-Maas Berufskollegs in Kempen ein.

Jörg Papenkort, Leiter des Gebäudemanagements beim Kreis Viersen, Sozialdezernent Jens Ernesti, Landrat Dr. Andreas Coenen und Rainer Höckels, Leiter des Amts für Bevölkerungsschutz, besuchten vergangene Woche die Turnhalle, die zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert werden soll.

Jörg Papenkort, Leiter des Gebäudemanagements beim Kreis Viersen, Sozialdezernent Jens Ernesti, Landrat Dr. Andreas Coenen und Rainer Höckels, Leiter des Amts für Bevölkerungsschutz, besuchten vergangene Woche die Turnhalle, die zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert werden soll.

Foto: Kreis Viersen

„Das Gebäude wurde in den letzten Tagen geprüft und nun mit den nötigen Einrichtungen ausgestattet, sodass zeitnah bis zu 190 Personen hier unterkommen können“, teilt der Kreis Viersen mit. Landrat Dr. Andreas Coenen, Sozialdezernent Jens Ernesti sowie Kreisbrandmeister Rainer Höckels besuchten das Berufskolleg vergangene Woche und begutachteten die Umbauarbeiten.

„Es ist uns ein großes Anliegen, allen schutzsuchenden Menschen aus der Ukraine bei uns im Kreis Viersen eine sichere Unterkunft zu bieten. Mit dieser großen Unterkunft in Kempen schaffen wir als Kreis nochmals Plätze, hier ist jeder willkommen“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Ich bedanke mich herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Aufbau so schnell und engagiert ermöglichen, für ihren Einsatz. Das ist neben dem Engagement für die Pandemie keine einfache Zeit für sie.“

In der Turnhalle werden nach Angaben des Kreises Viersen einzelne „Kammern“ aufgestellt, in denen Familien bis zu vier Personen als auch Einzelpersonen unterkommen können. Vor der Turnhalle wird ein großes Zelt aufgebaut, das zur Essenausgabe und als Aufenthaltsraum genutzt wird. Die Betreuung der geflüchteten Menschen übernehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie des DRK.

„Wir als Kreis wollen das Angebot der Kommunen ergänzen. Dafür bieten wir nicht nur Unterbringungskapazitäten, sondern auch Angebote für Kinder und Erwachsene direkt vor Ort an“, sagt Sozialdezernent Jens Ernesti. „Wichtig ist uns vor allem, dass die Menschen, die hier Schutz suchen, eine sichere und angenehme Atmosphäre vorfinden. Dafür setzen wir uns mit allen verfügbaren Mitteln ein.“ Der Schul- und Vereinssport ist am Standort vorerst ausgesetzt und wird in alternativen Turnhallen angeboten.