Tag der offenen Tür im Nutzfahrzeugmuseum Willich „Heavy Metal“ zum Anfassen

Stadt Willich · Heute lädt der Verein „Nutzfahrzeugemuseum“ in Willich an der Gießerallee 9 (Halle 31) zum Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr ein. Besucher finden dort nicht nur historische Nutzfahrzeuge aus den 50er- bis 70er-Jahren, sondern noch vieles mehr.

Klaus Rabe lädt heute zum Tag der offenen Tür in das Nutzfahrzeugemuseum an die Gießerallee 9 im Stahlwerk Becker ein.

Foto: Kellys Gramamtikou/Kellys Grammatikou

Klaus Rabe ist ein echter Oldtimer-Enthusiast. Vor allem Fahrzeuge aus den 50er- bis 70er-Jahren habe es ihm angetan. Wer aber jetzt an US-Straßenkreuzer oder britische Racingmodelle jener Zeit denkt, der liegt falsch. „Ich stehe auf Heavy Metal“, sagt Rabe und lacht. Er meint damit die großen und schweren Lastmaschinen vergangener Jahrzehnte, die in seiner großen Halle stehen. „Die Halle 31 habe ich vor 26 Jahren gekauft - ich brauchte ja Platz für alle die Busse, Lkw oder Traktoren“, scherzt er.

Und tatsächlich, was der Verleger - Klaus Rabe selbst verlegt Fachbücher rund um historische Nutzfahrzeuge in seinem Büro direkt neben der Halle 31 - präsentiert, lässt Oldtimer-Enthusiasten jeglicher Couleur das Herz höher schlagen.

Ob alte Umzugs-Lkw aus Deutschland, ein amerikanischer Coca-Cola-Lieferwagen aus den 50ern, alte Traktoren aber auch seltene Schätzchen, wie ein Dreirad-Pritschenwagen der Marke Neckar oder ein seltener Borgward zeigen die Besonderheit der Ausstellung und sind definitiv einen Besuch zum Tag der offenen Tür wert. „Der Neckar wurde 1965 übrigens von Fiat produziert - insgesamt wurden für die Automobilausstellung damals zwölf Stück gebaut. Die kamen aber gar nicht gut an und wurden später verschrottet. Dieser hier ist das letzte Überbleibsel seiner Art“, erzählt Klaus Rabe.

So ist das fast mit jedem Modell, das in seiner Halle steht. „Ich kenne zu jedem Fahrzeug eine Geschichte“, sagt er. Knapp 20 Fahrzeuge können hier heute besichtigt werden. Das älteste Fahrzeug ist ein Magirus Feuerwehrwagen aus dem Jahr 1925. Zusammen mit weiteren Oldtimerfreunden hat er den historischen Nutzfahrzeugverein gegründet und seine Halle zum Nutzfahrzeugmuseum umgewandelt.

Zum Tag der offenen Tür wird ein kleines Stück der Gießeralle 9 vor der Halle 31 gesperrt. Im Stahlwerk Becker finden sich aber genügend Parkmöglichkeiten. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass aber auch gerne andere Oldtimer-Fans die Gelegenheit für einen Ausflug mit ihrem Oldtimer nutzen. Heißt: es wird noch viel mehr Oldtimer zu sehen geben“, freut sich Klaus Rabe. Zusätzlich zur Ausstellung gibt es viel Literatur, Nippes und Weiteres, dass nicht nur Oldtimer-Fans begeistern wird.

Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt. Der Eintritt zum Tag der offenen Tür im Museum ist frei.