Spende Tafel: Der Bedarf wird größer

Stadt Willich · Gute Nachricht in schwierigen Zeiten: Andreas Stumpf von der Willicher Tafel kann sich über eine Spende von 1500 Euro freuen. Robert Helten vom gleichnamigen Holzbau- und Zimmereibetrieb konnte bei einer internen Firmenfeier das Geld für die Tafel sammeln.

 1500 Euro gab es jetzt für die Tafel: Robert Helten vom gleichnameigen Holzbau- und Zimmereibetrieb (2. v. l.) konnte jetzt die Spendenbox (natürlich selbst gezimmert aus Holz) an Andreas Stumpf von der Willicher Tafel (links) überreichen. Über die Spende freuten sich auch Bürgermeister Christian Pakusch und Christine Nohl-Weiler, ebenfalls von der Willicher Tafel.

1500 Euro gab es jetzt für die Tafel: Robert Helten vom gleichnameigen Holzbau- und Zimmereibetrieb (2. v. l.) konnte jetzt die Spendenbox (natürlich selbst gezimmert aus Holz) an Andreas Stumpf von der Willicher Tafel (links) überreichen. Über die Spende freuten sich auch Bürgermeister Christian Pakusch und Christine Nohl-Weiler, ebenfalls von der Willicher Tafel.

Foto: Kellys Grammatiou

Die Zeiten sind nicht einfach - nicht nur für viele Menschen in Willich, sondern auch für die Tafel. Andreas Stumpf, Vorsitzender der Willicher Tafel, nennt die knallharten Fakten: „Durch den Krieg in der Ukraine haben wir 35 Prozent mehr Zulauf - dadurch haben wir aber nicht gleich auch 35 Prozent mehr Lebensmittel.“ Und: Die Tafel selbst darf keine Lebensmittel kaufen. „Wir sind rein auf Lebensmittelspenden angewiesen“, ergänzt er.

Auch wenn die Tafel keine Lebensmittel kaufen darf, so sind Spendengelder trotzdem wichtig. „Man darf nicht vergessen, dass die Tafel wie ein Betrieb ist - ein Logistikunternehmen“, so Stumpf weiter, der mit seinem Team immerhin 80 ehrenamtliche Helfer, Kühlwagen, Abholdienste etc koordinieren muss. Da freut ihn so eine Spende, wie sie jetzt von Robert Helten kommt besonders. Ganze 1500 Euro konnte dieser nun an die Tafel spenden - der Erlös aus einer internen Firmenfeier im Betrieb Helten. „Ich habe meine Gäste einfach um eine Spende für die Tafel gebeten“, so Helten. Dass dabei eine so große Summe rum kommt, hat ihn selbst überrascht. „Wir haben auch in Willich Menschen, die in Not sind. Und mit der Tafel weiß ich, dass die Hilfe hier vor Ort bleibt“, ergänzt der Firmeninhaber.

Das Geld will Andreas Stumpf jetzt auf Seite legen „... man weiß nie, wann mal was kaputt geht. Vielleicht brauchen wir irgendwann einen neuen Wagen, ein neues Kühllager und aktuell im Rahmen der Wirtschafts- und Energiekrise steigen auch unsere Betriebskosten.“

Dass es immer mehr bedürftige Menschen in Willich gibt, ist nicht von der Hand zu weisen. Knapp 300 Familien versorgt die Tafel in der Stadt. Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges ist auch das Moltkedorf voll „.... so wie es bei der Flüchtlingswelle 2015 war“, weiß Bürgermeister Christian Pakusch. Daher hat die Tafel auch direkt am Moltkedorf eine fünfte Ausgabestelle in Form eines großen Zeltes installiert, in dem in dieser Woche die Menschen vor Ort zum ersten Mal ihre so benötigten Lebensmittel abholen konnten.

Stumpf freut sich über jede Spende „... so klein oder groß sie auch sein mag“, sagt er. Trotz schwieriger Zeiten gibt es sogar Familien, die selbst Lebensmittel kaufen und sie zur Tafel bringen. „Die Menschen wollen helfen - und das ist immer ein gutes Zeichen.

Alle Infos zur Tafel gibt es auch im Internet unter www.tafel-willich.de