Wenn 160 Menschen im Foyer des Stadtwerke-Verwaltungsgebäudes aufeinandertreffen, wird es lebhaft und bunt. Sie alle waren gekommen, um ihre Gewinne zu feiern und die symbolischen Schecks des Stadtwerke Wettbewerbes „Euer Projekt – Eure Stimme“ entgegenzunehmen. Insgesamt vergaben die Stadtwerke fast 25 000 Euro für Vereine und Projekte, die das gesellschaftliche Miteinander in Willich bereichern.
Der RSC Blitz Schiefbahn 1932 belegte in der Kategorie Sport den dritten Platz. Stephan Güthoes, erster Vorsitzender, betont: „Ohne Sponsoring wären wir aufgeschmissen. Letztes Jahr konnten wir mit dem Gewinn ein Podest für das Kunstrad anschaffen, auf dem die Kids erste Übungen machen.“ Junge Sportlerinnen aus der Kunstradabteilung demonstrierten ihr Können und erhielten dafür viel Applaus vom Publikum. Das diesjährige Preisgeld von 1 200 Euro wird in die Anschaffung eines neuen Radball- oder Kunstrads investiert.
Viele der Gewinnerinnen und Gewinner erschienen zur Feier in ihren typischen Vereinsoutfits. So auch die Schiefbahner Pfadfinder des Stamms St. Hubertus, die beim diesjährigen Wettbewerb mit 1.149 Stimmen den ersten Platz in der Kategorie Heimat und Kultur belegten. Das Preisgeld von 3 500 Euro bringt sie ihrem Wunsch, ein neues Aufenthaltszelt zu kaufen, einen großen Schritt näher.
Gleich dahinter landeten die Torfmöps Schiefbahn auf Platz zwei und freuen sich über den Zuschuss von 2 000 Euro für die Modernisierung ihres Karnevalswagens. Sandra Mertens, zweite Vorsitzende und seit acht Jahren im Verein, bedankte sich herzlich für die Unterstützung. Die amtierende Kinderprinzessin Sharon I. (10) und Ministerin Tamina (7) nahmen den Preis stolz entgegen.
Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke, und Bürgermeister Christian Pakusch würdigten die große Bandbreite der ausgezeichneten Projekte. In ihren kurzen Ansprachen machten sie deutlich, wie wichtig das Engagement der Willicherinnen und Willicher für eine lebendige und starke Gemeinschaft ist. „Nach fünf Durchgängen stellen wir allerdings fest, dass bei einigen Vereinen und Initiativen die Resonanz langsam nachlässt,“ so Pufja. „Deshalb arbeiten wir für 2027 an einem frischen, neuen Konzept.“