Umfrage zu den Innenstädten Rheydt und Mönchengladbach Mäßige Schulnoten für Citys

Mönchengladbach · Zum fünften Mal hat die IFH Köln für die Studie „Vitale Innenstädte“ Passanten befragt. 111 deutsche Städte haben daran teilgenommen – auch Mönchengladbach. Die Wirtschaftsförderung stellte gestern die Ergebnisse für Mönchengladbach vor.

Stellten die Ergebnisse der Befragungen vor: OB Felix Heinrichs, WFMG-Geschäftsführer Friedhelm Lange und WFMG-Teamleiterin Eva Eichenberg (v.l.).

Stellten die Ergebnisse der Befragungen vor: OB Felix Heinrichs, WFMG-Geschäftsführer Friedhelm Lange und WFMG-Teamleiterin Eva Eichenberg (v.l.).

Foto: Andreas Baum

Die gute Nachricht zuerst: Auswärtige Besucher benoten die Innenstädte in Mönchengladbach und Rheydt besser, als die Mönchengladbacher selber und jüngere Passanten besser, als ältere. Allerdings gibt es nur ein Mittelmäßig, nämlich 3,2 (Mönchengladbach 3,1, Rheydt 3,4) und damit sind die Noten weiter gesunken. Denn 2020 gab es noch die Gesamtnote 2,9 für die beiden Innenstädte. Das ist das Ergebnis der Befragung „Vitale Innenstädte“ des Marktforschungsinstituts IFH Köln, vorgestellt gestern von der städtischen Wirtschaftsförderung (WFMG).

Für Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Friedhelm Lange, Geschäftsführer von WFMG und der Marketinggesellschaft MGMG, gibt die Studie wieder, was man sowieso schon im Fokus hatte und verbessern wollte. So sind die Noten für Aufenthaltsqualität und Flair wenig berauschend und gehen sogar in Richtung ausreichend. Nur die Familienfreundlichkeit werde für gut bewertet, so Eva Eichenberg, Teamleiterin bei der WFMG, die die Ergebnisse im Detail vorstellte. Ebenso sahen die Befragten in den Leerständen ein Problem, im fehlenden gastronomischen Angebot (in Gladbach mehr, als in Rheydt) und zum Teil auch im Einzelhandelsangebot. Das wird zwar insgesamt als ganz befriedigend bewertet, es fehlen den Besuchern aber die Angebote Wohnen und Dekorieren, sowie die Bereiche Sport, Spiel, Hobby und Basteln.

Mit 72,9 Prozent der Befragten kommen die meisten trotz Online-Konkurrenz immernoch zum Einkaufen in die Citys. Das ist mehr, als in vergleichbaren Städten. Dafür kommen aber mit 29,3 Prozent deutlich weniger Besucher für die Gastronomie oder das Kulturangebot (7,4 Prozent) in die Stadtkerne. „Dabei müssen wir vieles gar nicht neu erfinden, sondern nur besser in Szene setzen“, so Lange, denn das Kulturangebot sei gar nicht so schlecht, Beispiel Stadtsommer.

Innenstadtbesucher kommen vor allem mit dem Auto (41 Prozent). Den Bus nutzen 28,3 Prozent, mit dem Rad kommen 11,8 Prozent und zu Fuß 18,9.

Die Befragung sei ein Spiegel, für das, was sowieso schon bekannt ist und woran auch schon gearbeitet werde: Existenzgründer, Filialisten, Systemgastronomie, mehr Grün, Events – das sei es, was die Gladbach-Besucher*innen sich wünschten. Dass viele bereit seien, daran auch aktiv mitzuwirken – auch das ein Ergebnis der Umfrage – bewerten Heinrichs und Lange als sehr gutes Zeichen.

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