Gladbacher Start-up launcht Reisekoffer mit integriertem Reisebettchen Das Babybett immer an Bord

Mönchengladbach · Reisen mit Baby ist oft eine Herausforderung. Kinderbetten sind oft nicht vorhanden oder nicht hygienisch. Das Gladbacher Ehepaar Jana und Fabian Herzog hat den ersten Reisekoffer mit integrierter Kinderreisebettfunktion erfunden und das Start-up CaseNapzZz gegründet. Der Extra-Tipp hat mit dem Paar gesprochen.

Ein Koffer, der zum Kinderbett wird. Fabian Herzog zeigt, wie einfach CaseNapzZz aufzubauen ist.

Foto: Petra Käding

Viele Eltern kennen das Problem vielleicht: Reisen könnte so schön sein – aber wenn das Kind nicht schläft, ist oft Schluss mit entspannt...

Herr Herzog, ein Koffer, der zum Kinderreisebett wird – wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Fabian Herzog: Die Idee entstand auf unserer Hochzeitsreise um den Jahreswechsel 2024/25. Wir waren mit unserem damals einjährigen Sohn Lars in Australien und haben bei der Buchung von Familienzimmern meist nur ein schmales Bett für drei Personen vorgefunden. Wenn es Kinderbetten gab, waren diese durchgelegen, schmuddelig oder für teures Geld zuzubuchen. Da die Mitnahme von Reisebetten im Flugzeug auch rund 60 bis 70 Euro pro Flug kostet, wollten wir eine innovative Lösung finden.

Wie lange haben Sie an dem Konzept gefeilt?

Noch im Urlaub haben wir geschaut, ob es so etwas schon gibt. Das war nicht der Fall und so haben wir angefangen, zu recherchieren. Wir haben recht schnell einen Partner gefunden, der seit über 20 Jahren hochwertige Reisekoffer produziert, zugleich aber auch Babyartikel entwickelt. Für uns war es das perfekte Match.

Frau Herzog, hat Ihr Kind bei den Prototypen probeliegen „müssen“?

Jana Herzog (lacht): Ja, Lars hat öfter mal probeliegen „müssen“. Aber wir haben ja ein hochwertiges Produkt entwickelt, in dem das eigene Kind schlafen soll, keine minderwertige Billig-Ware. Lars hat sich pudelwohl gefühlt und wollte gar nicht mehr aufstehen.

Das klingt gemütlich...

Auf jeden Fall. Die Matratze ist OEKO-TEX-zertifiziert, in der Mitte verstärkt, sodass das Kind nicht auf der Kante, sondern maximal gemütlich liegt, und der Rausfallschutz verhindert, dass der Nachwuchs herauskullert. Die sechs Stangen werden durch einen einfach zu bedienenden Drehmechanismus in den Ecken eingedreht und es besteht an keiner Stelle die Möglichkeit, dass sich das Kind klemmt. Hierauf haben wir gesondert geachtet.

Gibt es nicht in den meisten Hotels Kinderbetten?

In einigen Hotels schon. Die sind aber bereits tausendfach benutzt. Mit unserer Lösung schläft der Nachwuchs in einem Bett, das gemütlich, sicher und hochwertig ist. Zudem riecht es nach Zuhause – das ist ein entscheidender Faktor. Außerdem eignet sich CaseNapzZz auch für den Besuch bei Verwandten oder Freunden.

Und der Koffer reist einfach so mit, auch im Flugzeug?

Fabian Herzog (nickt): Ja, es ist ein Hartschalenkoffer mit Sondermaßen, damit die Liegefläche möglichst groß ist. Er eignet sich für jede gängige Fluglinie als reguläres Aufgabegepäck ohne Aufpreis für Sondergepäck.

Wie viel passt in den Koffer zusätzlich zu Matratze und Zubehör rein?

Jana Herzog: Die eine Kofferhälfte ist vollständig für Gepäck nutzbar, in der anderen Kofferhälfte befinden sich Matratze, sechs Halter für die Kofferecken sowie der Rausfallschutz.

Was kostet der CasenapzZz und wo ist er erhältlich?

Fabian Herzog: Wir bieten ihn für 349 Euro online unter www.casenapzzz.com an. Mit dem lokalen Handel sind wir auch bereits im Gespräch.

Was macht man mit dem Koffer, wenn das Kind herausgewachsen ist?

Jana Herzog (lacht): Einfach weiter reisen. Der CaseNapzZz ist ohne Matratze usw. ganz normal als Koffer nutzbar.

Mehr Info gibt es unter www.casenapzzz.com/ Wer sich dort für den Newsletter anmeldet, kann auch ein Exemplar gewinnen.