„Wir freuen uns sehr, unser Chefarztteam nun mit einem so erfahrenen Kollegen vervollständigen zu können“, heißt ärztliche Direktorin und Chefärztin der Abteilung für Gerontopsychiatrie Dr. Jutta Maria Scheuermann den 48-jährigen Düsseldorfer in der Klinik willkommen.
Schneider begann seine berufliche Laufbahn, die ihn schlussendlich in die Psychiatrie führen sollte, mit einem besonderen Blick auf den Menschen in seinem sozialen Umfeld: Er studierte Soziologie, Medienwissenschaften und Kunstgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, bevor er sein Medizinstudium aufnahm. Seine Doktorarbeit, die er im Fachgebiet medizinische Soziologie schrieb, verknüpfte schließlich beide Studiengänge. „Mich hat an der Psychiatrie von Beginn an die Verbindung zwischen medizinischen, psychologischen und gesellschaftlichen Faktoren interessiert“, beschreibt der gebürtige Bochumer seine Motivation für das Fachgebiet.
Nach dem Medizinstudium war er fünfeinhalb Jahre als Assistenzarzt an der LVR-Klinik Düsseldorf tätig und absolvierte dort seine Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Als Oberarzt lag sein Schwerpunkt dann in der Allgemeinpsychiatrie, unter anderem mit Erfahrungen in der Behandlung von Menschen mit Psychosen sowie in der Konzeption und Implementierung neuer Versorgungsformen wie der stationsäquivalenten Behandlung (StäB). Anschließend führte ihn sein Weg in die Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst, wo er als leitender Oberarzt seinen Fokus auf die Behandlung junger Erwachsener sowie therapieresistenter Depressionen legte.
„Der rote Faden, der sich durch mein Berufsleben zieht, ist ein gutes Miteinander“, betont der neue Chefarzt, „und das über alle Berufsgruppen hinweg. Mein Selbstverständnis ist, von Vorhandenem zu profitieren und sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Alle Berufsgruppen bringen ihre eigenen Erfahrungen und Kompetenzen ein. Diese gemeinsam zu nutzen, ist eine große Stärke der Arbeit im Krankenhaus.“
Die Verbesserung und Stärkung ambulanter und aufsuchender Angebote sowie der Fokus auf eine patientenorientierte flexible Behandlung, ist dem 48-Jährigen ein großes Anliegen: „Die Behandlung passgenau auf die Bedürfnisse der Patienten zuzuschneiden, hat für mich höchste Priorität. Mit MentivO, dem Anfang des Jahres an der Klinik eingeführten flexiblen Versorgungskonzept, und dem aufsuchenden Angebot des Hometreatments hat die LVR-Klinik Mönchengladbach beste Voraussetzungen dafür geschaffen. Ich freue mich schon darauf, daran mitwirken zu können.“