Wasser ist ein Element von extrem großer Bedeutung; alles Leben kommt aus dem Wasser. Der Wasserkreislauf ist für das Leben auf diesem Planeten unerlässlich. Wir alle brauchen Wasser – jeden Tag! Und: Unser Klima wandelt sich und das schneller, als wir alle dachten. Grund genug, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen – mit Kunst im Fokus und der Ausstellung „Vom Wasser her“ mit künstlerischer Fotografie des Heerdter Künstlers Wolfgang Spanier, der sein Atelier seit 2025 in Meerbusch-Büderich betreibt.
Meeresfluten, Wellen, Brandung, schäumende Gischt um 180 Grad gedreht und als großformatige Panoramen ausgedruckt. Die Welt auf den Kopf gestellt. Es sind Fotografien des Künstlers Wolfgang Spanier, der schon durch die Umkehrung großer Bergpanoramen die Welt auf den Kopf gestellt und damit die räumliche Wahrnehmung des fotografischen Bildes verwandelt und dessen ständige Wandelbarkeit hervorgehoben hat.
In diesen „Seestücken“ bewirkt die Drehung außer einer eigenartigen Mehrdeutigkeit von oben und unten auch eine schwebende Umkehrung der räumlichen Tiefe, eine Umstülpung der Plastizität. Hier gerät unser Blick geradezu ins Fließen, kommt „ins Schwimmen“ – getragen von der stark malerischen Wirkung und der reichen Farbwirkung, die diese Fotografien auszeichnen. Sie hinterfragen subtil sicher geglaubte Standpunkte bei unserem Blick auf die Welt und tragen zu einer Veränderung unserer Perspektiven und Erweiterung unserer Sichtweisen bei.
Die Eröffnung der Ausstellung „Nature who cares 3.0?!“ findet am Samstag 7. März, von 16 bis 18 Uhr statt. Dr. Angelika Kraft führt in die Thematik ein und stellt den Künstler Wolfgang Spanier vor. Die Ausstellung ist dann noch bis zum 29. März zu sehen mit zwei weiteren Highlights:
Am Tag des Wassers – am Sonntag, 22. März, 17 Uhr – hält Dr. Mario Sommerhäuser einen Vortrag zum Thema: „Wasser ist Leben – in der Stadt, in der Landschaft, für unsere Zukunft“ mit anschließender Möglichkeit zur Diskussion. Wie können Lösungen aussehen für ein klimaangepasstes Leben in den Städten, eine zukunftsfähige Landnutzung und gleichzeitig den Schutz der Artenvielfalt im Wasser und auf dem Land? Neueste Forschungsergebnisse zeigen den Weg auf – er erfordert ein Umdenken für uns alle. Und in seinem Mittelpunkt steht wiederum das Wasser – für ein nachhaltiges Leben auf unserm Planeten.
Dr. rer. nat. Mario Sommerhäuser hat Biologie, Ökologie und Philosophie studiert. Er war Abteilungsleiter bei Emschergenossenschaft und Lippeverband und dort für die Gewässerentwicklungs- und Artenschutzprogramme zuständig. Im Nebenamt ist er Vorstand der Stiftung Living Rivers und der Allmende Emscher-Lippe eG. Als Gutachter und Lehrbeauftragter ist er im Gewässerschutz unter anderem in Osteuropa sowie in Brasilien aktiv.
Zur Finissage am Sonntag, 29. März, 11 Uhr, tritt dann das Duo „Par Two“, Gloria Gängel (Klarinette) und Simon Herwig (Akkordeon), in einen musikalischen Dialog zur gezeigten Kunst.
Um Anmeldung für beide Veranstaltungen wird unter 0172 99 19 776 oder in der Galerie zu den Öffnungszeiten gebeten. Die Atelier-Galerie-Kraft, Hochstraße 19 in Osterath, ist immer donnerstags von 15 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Infos: www.ateliergalerie-kraft.de