Tickets ab Montag Das Bandoneon-Festival

Krefeld · Ein Instrument aus Krefeld hat Lateinamerika erobert. Das Bandoneon dominiert den argentinischen Tango. Im September beginnt in der Seidenstadt das Bandoneon-Festival.

Laden zum Bandoneon-Festival ein: Krefelds Kulturbeauftragte Dr. Katharine Leiska und der Organisator der Konzerte Jürgen Eichendorf.

Foto: Müller

„Das Bandoneon-Festival erfreut sich großer Beliebtheit“, stellt Krefelds Kulturbeauftragte Dr. Katharine Leiska erfreut fest, „sowohl beim Publikum wie auch bei den Musikern.“ Letztere kommen vielfach aus Lateinamerika, wo das Bandoneon ein sehr bekanntes Instrument ist, nicht zuletzt für die Tango-Musik.

Alle zwei Jahre findet das Festival in Krefeld statt. Schließlich wurde das Instrument dort entwickelt, im 19. Jahrhundert, von dem Krefelder Musikalienhändler Heinrich Band. Er verlieh dem Instrument auch seinen Namen. „Es war keine Erfindung“, betont Jürgen Eichendorf vom Krefelder Kulturbüro, „sondern eine Weiterentwicklung durch Umbauten.“ Heinrich Band hatte dem üblichen Akkordeon eine vierte Tastenreihe zugefügt, wodurch sich die Klangmöglichkeiten erheblich erweiterten. „Man kann auf dem Bandoneon auch Johann Sebastian Bach spielen“, gibt Eichendorf ein Beispiel. In der Regel wird das Krefelder Instrument aber für Tango und Jazz eingesetzt, vornehmlich in Lateinamerika. Dorther kommen auch viele der professionellen Bandoneon-Spieler.

Beim Krefelder Festival geben sie sich wieder ein Stelldichein. Den Aufschlag unternimmt das deutsche Tango-Ensemble „Quinteto Angel“ am Freitag, 18. September, um 20 Uhr auf Burg Linn. Die fünf Musiker spielen traditionelle argentinische Tangos und Kompositionen des Neu-Tangos.

Die nächsten Gäste sind „Santiago Arias & Rodrigo Bauzás“. Der Bandoneonist und der Violonist präsentieren eine große Bandbreite von argentinischer Volksmusik bis experimenteller Musik. Das Duo tritt am Mittwoch, 23. September, um 20 Uhr in der Fabrik Heeder an der Virchowstraße auf.

Gerade auf Tournée ist Gabriel Merlino aus Buenos Aires. Zusammen mit dem Pianisten Pablo Woiz und der Sängerin Vanina Tagini schlägt er am Samstag, 26. September, um 20 Uhr in der Musikschule an der Uerdinger Straße 500 auf.

Der Bulgare Stoyan Karaivanov kommt am Dienstag, 29. September, um 20 Uhr in die Fabrik Heeder. Dort bringt er sein Soloprogramm zu Gehör, eine Auswahl beliebter Tangos aus verschiedenen Epochen.

Den Schlusspunkt des Festivals setzt das „Fracanapa New Tango Quintett“ am Mittwoch, 7. Oktober, um 20 Uhr auf Burg Linn. Das Bandoneon fügt sich hier in ein Ensemble aus Klavier, Violine, Kontrabass und Vibraphon ein.

Der Kartenvorverkauf für die Veranstaltungen beginnt bereits am morgigen Montag, 24. August, um 8 Uhr. Man erhält die Karten telefonisch im Kulturbüro unter Tel.: 02151/86 48 48 oder online unter www.krefeld.de/kartenreservierung

Die reservierten Karten werden an der Tageskasse hinterlegt und können dort abgeholt und bezahlt werden. Die Karten kosten 15 Euro (ermäßigt 8,50 Euro).