Abrissarbeiten haben begonnen Ein neuer Bahnhof für Rheydt

Rheydt · Die Bagger leisten ganze Arbeit. In wenigen Monaten wird von dem alten Rheydter Bahnhof nicht mehr viel übrig sein. An seine Stelle tritt bis 2024 ein prägnantes, funktionales und nachhaltiges neues Gebäude. Bauherrin ist die städtische Entwicklungsgesellschaft (EWMG).

Abriss-Start am Hbf. Rheydt: Auf der Baustelle versammelten sich (v.l.) Polizeipräsident Mathis Wiesselmann, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin, Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung Dr. Ulrich Schückhaus und Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Abriss-Start am Hbf. Rheydt: Auf der Baustelle versammelten sich (v.l.) Polizeipräsident Mathis Wiesselmann, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin, Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung Dr. Ulrich Schückhaus und Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Foto: Andreas Baum

Oberbürgermeister Felix Heinrichs spricht von einem „prägenden Stadttor für Rheydt“, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin von einer „gelungenen Mischung aus gehobenem Städtebau und guter Architektur“. Fakt ist: Der neue Bahnhof wird ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Rheydter Innenstadt sein.Und er bedeutet mehr Sicherheit für Reisende, Pendler*innen und Bürger*innen, denn die Polizei wird hier auf 1 740 Quadratmetern eine neue Wache beziehen. Darüber hinaus bietet das Gebäude noch reichlich Platz für Einzelhandel, Gastronomie und Büros. „Das multifunktionale Gebäude macht den Bahnhof im Zusammenspiel mit der Radstation zu einem attraktiven Lebens- und Arbeitsraum und modernen Mobilitätshub“, freut sich Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung.

Im April 2022 ist Baustart für das Bahnhofsgebäude, bis dahin müssen 17 000 Kubikmeter umbauter Raum zurückgebaut werden, darunter auch das alte Universum-Kino und die frühere Bahnhofsgaststätte. Gearbeitet wird in drei Stufen. Nach Entkernung (bereits abgeschlossen) und oberirdischem Rückbau der Altgebäude beginnt der unterirdische Abbruch und die Herstellung der Baugrubensohle. Fertigstellung und Bezug ist für das Frühjahr 2024 geplant.

Der Siegerentwurf des neuen Bahnhofs stammt von „Bringsarchitekten“. Dieser sieht einen dreigeschossigen Baukörper mit Staffelgeschoss vor, der in der Mitte einen barrierefreien Durchgang zu den Gleisen und der zentralen Bahnhofshalle gewährt. Ein hochwertiger, teilweise begrünter Innenhof verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität auf dem gesamten Areal. Die Fassade sieht viel Glas und als nachhaltiges Element eine Begrünung vor.

Mönchengladbachs Polizeipräsident Mathis Wiesselmann freute sich, dass die Polizei „auf Dauer einen großen und starken Wachstandort gefunden hat“. Von der Bahnhofstraße aus könnten auch die südlichen und westlichen Stadtteile zügig erreicht werden. Die Polizei hat die Teilfläche für 20 Jahre angemietet, mit der Option um Verlängerung für zweimal fünf Jahre.

Reisende müssen sich in den kommenden Monaten am Rheydter Bahnhof auf neue Wege einstellen. Der Zugang zum Personentunnel ist geschlossen, sodass der Weg zu den Gleisen nur noch über den bestehenden Nachtzugang der Deutschen Bahn (DB) zwischen Bahnhofsstraße und Mittelstraße führt. Schilder und Bodenmarkierungen weisen den Weg.