Kolumne Gesundheit Was passiert mit der Psyche in Corona-Zeiten?

Die Corona-Pandemie verlangt Menschen aller Altersgruppen einen langen Atem ab. Insbesondere für alleinlebende Menschen im Alter 60 Jahre und älter stellt diese sich nun mehrere Monate fortsetzende Isolation vor große Herausforderungen und erreicht häufig das Maximum der psychischen Belastbarkeit.

 Dr. Timm Strotmann-Tack

Dr. Timm Strotmann-Tack

Foto: LVR-Klinik Viersen

Insbesondere die Sorge, sich mit dem Corona-Virus infizieren zu können, treibt eine Vielzahl der Menschen in die verstärkte soziale Isolierung. Daraus resultiert in der Folge bei vielen Menschen eine deutliche Verschlechterung der Stimmungslage, da nahezu jeder Mensch für seine Psychohygiene auf soziale Kontakte angewiesen ist.

Viele Möglichkeiten in den Austausch mit anderen Menschen zu kommen, sind aktuell eingestellt, übliche Begegnungszentren haben geschlossen. Es gibt als Alternative die Möglichkeit, sich über das Telefon eine Unterstützung zu holen, was in vielen Fällen eine Entlastung bieten kann. Wenn sich aber depressive Symptome verstärken, ist eine professionelle Hilfe durch eine Fachfrau oder einen Fachmann notwendig.

In Viersen an der Oberrahserstraße besteht das Gerontopsychiatrische Zentrum der LVR-Klinik Viersen, wo in der Geronto-Tagesklinik (GTK) auch in der Zeit der Corona-Pandemie Menschen im genannten Alter mit psychischen Problemen behandelt werden können. Ein multiprofessionelles Team bietet sowohl psychiatrisch-psychologische und pflegerische Behandlung sowie auch ergo- und sozialtherapeutische Unterstützung an.

Wenn der behandelnde Hausarzt oder Nervenarzt die Einweisung in die Geronto-Tagesklinik als notwendig erachtet, kann nach einem Erstkontakt unter 02162/ 897 48 -222 eine Aufnahme in der GTK geplant werden.

Dr. Timm Strotmann-Tack

Chefarzt Gerontopsychiatrie

LVR-Klinik Viersen