Landespreis für interkommunale Zusammenarbeit Auszeichnung für Brüggen und Schwalmtal

Schwalmtal/Brüggen · Die Gemeinde Schwalmtal und die Burggemeinde Brüggen sind für ihr gemeinsames Engagement mit dem „Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit“ ausgezeichnet worden.

Bürgermeister Andreas Gisbertz (l., Schwalmtal) und Marcel Johnen (Brüggen) freuen sich über die Auszeichnung.

Foto: Gemeinde Schwalmtal

Ziel des Wettbewerbs ist es, besonders innovative und beispielhafte Kooperationsprojekte zwischen Kommunen sichtbar zu machen und ihre Bedeutung für eine zukunftsfähige Verwaltung hervorzuheben. Im Zeitraum vom 1. Dezember 2025 bis zum 9. Februar 2026 waren insgesamt 427 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen eingeladen, sich in sechs Kategorien zu bewerben. Die Resonanz war groß: 63 Projekte mit rund 280 beteiligten Akteurinnen und Akteuren aus Nordrhein-Westfalen sowie angrenzenden Regionen wurden eingereicht. Pro Kategorie wurde ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro vergeben.

„63 eingereichte Projekte zeigen eindrucksvoll: In Nordrhein-Westfalen wird Zusammenarbeit gelebt. Gerade in herausfordernden Zeiten ist interkommunale Kooperation ein echter Zukunftsmotor – sie bündelt Kräfte, schafft Effizienz und macht Verwaltung leistungsfähiger“, betonte Thomas Hunsteger-Petermann.

Die Gemeinden Schwalmtal und Brüggen wurden in der Kategorie „Umwelt und Infrastruktur“ für ihr interkommunales medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) ausgezeichnet. Mit diesem Projekt sichern die beiden Kommunen nachhaltig die ambulante medizinische Versorgung im ländlichen Raum.

Das Konzept reagiert gezielt auf den zunehmenden Ärztemangel sowie den demografischen Wandel. Durch die Überführung eines bestehenden Versorgungszentrums in kommunale Trägerschaft wird nicht nur der Fortbestand gesichert, sondern auch eine langfristige, qualitativ hochwertige Patientenversorgung gewährleistet. Das Modell gilt in Nordrhein-Westfalen als bislang einzigartig und besitzt einen hohen Vorbildcharakter für andere Kommunen.

Derzeit befinden sich die beiden Kommunen noch im komplexen Prozess der Übernahme und Weiterentwicklung des medizinischen Versorgungszentrums. Die Auszeichnung wird von beiden Bürgermeistern zugleich als Bestätigung als auch als Ansporn des eingeschlagenen Weges verstanden.