Neue Mensa eingeweiht

Anrath · Offiziell wurde am Mittwochnachmittag an der Johannesstraße in Anrath ein neuer Trakt mit Mensa für die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule eingeweiht.

Der neue Trakt fügt sich sehr gut in das Gesamtbild des Anrather Standorts der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule ein.

Der neue Trakt fügt sich sehr gut in das Gesamtbild des Anrather Standorts der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule ein.

Foto: plu/Stadt

Bürgermeister Josef Heyes verdeutlichte in seiner Ansprache noch einmal, wie es dazu kam: Die 2014 gegründete Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule – mit dem ersten Standort am Klosterweg in Schiefbahn in der ehemaligen Realschule – benötigte zusätzliche Räume für die Oberstufe. Und da die Johannesschule in Anrath aufgrund des Auslaufens der Hauptschule frei wurde, wurden deren Gebäude zwecks Sanierung und Umbau ins Auge gefasst. Geplant war zunächst ein Umbau der ehemaligen Lehrküche und der Anbau eines Speiseraums. Das Architekturbüro „Meyer Architekten“ aus Düsseldorf erhielt den entsprechenden Auftrag.

Schnell stellte sich heraus, dass sich eine Sanierung des eingeschossigen Traktes, in dem auch Klassen untergebracht waren, aufgrund einer desolaten Dachkonstruktion und Mängeln in der Bausubstanz nicht lohnen würde. Die Folge war eine „große Lösung“, also der Abriss des eingeschossigen Bauteils und die Errichtung eines zweigeschossigen Baukörpers an selber Stelle. Im Erdgeschoss wurden Küche und Mensa sowie Sanitärräume geplant. Die vier notwendigen Klassen mit Differenzierungs- und Nebenräumen wurden im Obergeschoss einschließlich des erforderlichen Aufzuges untergebracht – wobei alle Planungen grundsätzlich in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit Schulleitung und den beteiligten städtischen Geschäftsbereichen erfolgte. Als Generalunternehmer fungierte die Firma Walter Bau aus Borken.

Die Baumaßnahme begann mit dem Abriss des eingeschossigen Klassentraktes in den Herbstferien 2017, es folgten Erd- und Fundamentarbeiten: Die notwendige „Rammpfahlgründung“ sorgte naturgemäß für größeres Aufsehen und auch Beschwerden in der umliegenden Nachbarschaft. Ansonsten verlief die Maßnahme dann bis zur fristgerechten Fertigstellung zum Schuljahresbeginn ohne größere Probleme, obwohl die komplette Maßnahme während des Schulbetriebes realisiert wurde: Es kam (bis auf eine Ausnahme bei der Rammkernbohrung) nicht zu Unterrichtsausfall. Dies sei, wie bei der Einweihungsfeier wiederholt zu hören war, eine Folge der „vorbildlichen Kooperation mit der Schulleitung und den beteiligten Geschäftsbereichen“ gewesen.

Das Ergebnis: Eine voll funktionstüchtige Küche, ein lichtdurchfluteter Mensaraum, sehr gut geschnittene und belichtete Klassen- und Differenzierungsräumen im Obergeschoss mit großzügig gestalteten Aufenthaltsbereich im Flur. Zudem fügt sich der Neubau mit seiner Fassade gut in den Bestand ein.