Müllberge vor der Haustür

Rheydt · Drei Glas- und vier Papiercontainer von der mags vis-à-vis vorm Schlafzimmerfenster. Und dann noch der von der LEG genehmigte Altkleidercontainer direkt auf dem Grundstück. Ständig zugemüllt – mit Säcken, Sperrgut, Dreck. Für die Herrmanns ein untragbarer Zustand. Sie haben sich gewehrt. Erfolgreich, denn mags und LEG versprechen Besserung.

 Home is where my... Müllberg is? Ilse und Holger Herrmann haben sich gewehrt – mit Erfolg! Die mags will die Papier- und Glascontainer in Kürze umsetzen. Und die LEG hat sich „entschlossen, den Altkleidercontainer entfernen zu lassen“. Na, dann macht aber auch mal!

Home is where my... Müllberg is? Ilse und Holger Herrmann haben sich gewehrt – mit Erfolg! Die mags will die Papier- und Glascontainer in Kürze umsetzen. Und die LEG hat sich „entschlossen, den Altkleidercontainer entfernen zu lassen“. Na, dann macht aber auch mal!

Foto: privat

Die Redewendung „man soll vor der eigenen Haustüre kehren“ hat für Ilse und Holger Herrmann in den letzten Monaten eine völlig neue Bedeutung angenommen. Vor der Haustür, das ist in der Rheydter Straße Gracht. Und mit „kehren“ ist dem Müll, der sich dort seit der Aufstellung diverser Container immer wieder auftürmt, der riecht, ja sogar Ratten anzieht, nicht nachzukommen. Den Hermanns, gebeutelt genug durch den alljährlichen Kirmesbetrieb und die angrenzende Wiese, die gern mal zum „Austreten“ benutzt wird, stinkt dieser Zustand seit langem, zumal rund um die Container immer wieder Radau ist. Das Paar schickt Beschwerdebriefe an die Stadt, die mags, die LEG – und wird erst einmal vertröstet. „Der Standort sei alternativlos“, so die Begründung.

Die Herrmanns bleiben hartnäckig. Auf ihre erneute Beschwerde und eine parallele Anfrage durch den Extra-Tipp hin kommt die mags zu einer Ortsbegehung in die Gracht. Mit dabei: Wilfried Theißen von der GEM. Die Herrmanns sind ihm bereits bekannt. Vor Ort räumt er ein, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, wie nah die Container an ihrem Haus stünden. Und dann wird sogar noch eine Alternative zum „alternativlosen“ Container-Standort ausgemacht – etwa 15 Meter weiter, geschützt von Hecken und Bäumen, nur mit dem leeren Gemeindeamt daneben. Dahin sollen die Container in Kürze versetzt werden.

Und was ist mit der zugemüllten „Altkleiderdose“? Die LEG teilt auf Anfrage mit, dass es lediglich eine Beschwerde – also die der Hermanns – gegeben habe, dass abgelegter Müll stets umgehend entsorgt worden sei und der Hauswart mitgeteilt habe, dass alles in bester Ordnung sei. Dennoch habe sich die LEG „im Sinne unserer Mieter und insbesondere vor dem Hintergrund der regelmäßigen Beschwerden nun entschlossen, den Altkleidercontainer entfernen zu lassen“. Wann genau, steht allerdings noch nicht fest. „Wir streben das so schnell wie möglich in Absprache mit unserem Kooperationspartner an“, so Mischa Lenz, Pressesprecher der LEG.