Mit dieser Fragestellung haben sich in den vergangenen neun Wochen sechs Studierende der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) im Rahmen eines Praxisprojekts intensiv beschäftigt. Geleitet wurde das Projekt von Dozent Timo Niemitz.
In enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Rheinberg analysierten die angehenden Verwaltungsbeamtinnen und -beamten die aktuelle Situation des Wochenmarktes. Hierzu führten sie unter anderem eine Bürgerbefragung durch, besuchten und verglichen Wochenmärkte anderer Städte, untersuchten die bestehende Angebotsstruktur und entwickelten konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausrichtung des Rheinberger Wochenmarktes.
Die Ergebnisse wurden nun im Rahmen einer Abschlusspräsentation ehrenamtlichen Akteurinnen und Akteuren des Wochenmarktes sowie Bürgermeister Philipp Richter und dem Wochenmarkt-Team der Stadtverwaltung vorgestellt. Der Projektbericht enthält neben einer umfassenden Analyse zahlreiche Vorschläge, um die Attraktivität des Wochenmarktes nachhaltig zu steigern. Dazu gehören Maßnahmen zur Gewinnung neuer Marktbeschicker, Ideen für gezielte Marketingmaßnahmen sowie Ansätze zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig empfiehlt die Projektgruppe, den Wochenmarkt künftig stärker als Erlebnis- und Begegnungsort zu verstehen und ihn durch begleitende Veranstaltungen attraktiver zu gestalten.
„Das Projekt hat gezeigt, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und kommunaler Praxis sein kann. Die Studierenden haben eigenständig wissenschaftlich gearbeitet und praxisnahe Handlungsempfehlungen entwickelt, die der Stadt Rheinberg wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Wochenmarktes geben können“, betont Dozent Timo Niemitz.
Bürgermeister Philipp Richter sieht in den Ergebnissen eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung: „Die Studierenden haben die aktuelle Situation des Wochenmarktes umfassend analysiert und wertvolle Impulse für seine Zukunft erarbeitet. Die Ergebnisse verdeutlichen zugleich die großen Herausforderungen, vor denen unser Wochenmarkt derzeit steht. Sie zeigen aber auch, dass wir neue Wege gehen müssen. Insbesondere die stärkere Ausrichtung auf erlebnis- und eventorientierte Formate erscheint ein vielversprechender Ansatz, um die Innenstadt zu beleben, neue Besuchergruppen anzusprechen und den Wochenmarkt langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden wir nun sorgfältig prüfen und dort, wo sie sinnvoll und umsetzbar sind, in die weitere Entwicklung einfließen lassen.“