Lettow-Vorbeck-Straße offiziell umbenannt Wohnen „Am Rosengarten“

Mönchengladbach · Die Lettow-Vorbeck-Straße entlang des Bunten Gartens ist Geschichte: Oberbürgermeister Felix Heinrichs enthüllte am Freitag im Beisein vieler Anwohner*innen das neue Straßenschild „Am Rosengarten“.

 Im Beisein vieler Anwohner*innen enthüllte Oberbürgermeister Felix Heinrichs das neue Straßenschild „Am Rosengarten“. Damit ist die Lettow-Vorbeck-Straße Geschichte.

Im Beisein vieler Anwohner*innen enthüllte Oberbürgermeister Felix Heinrichs das neue Straßenschild „Am Rosengarten“. Damit ist die Lettow-Vorbeck-Straße Geschichte.

Foto: Andreas Baum

Ein solches Ereignis kommt nicht so häufig vor, vor allem nicht mit dieser Geschichte“, so die einleitenden Worte von OB Heinrichs. Jahrelang hatte es um die Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Straße eine kontroverse Diskussion gegeben, die im Frühjahr neu beflügelt wurde, als die BRD den Völkermord an den Herero und Nama in den Jahren 1904 und 1905 in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwest (heute Namibia) offiziell als Völkermord anerkannte. Der damalige Adjutant und spätere General Paul Emil von Lettow-Vorbeck war maßgeblich an diesem Genozid beteiligt.

Heinrichs appellierte daran, Verantwortung zu tragen und sich für Freiheit und Menschenrechte einzusetzen, aber letztendlich seien es die Anwohner*innen gewesen, die den letzten Anstoß zur Umbenennung der Straße gegeben hätten. „Engagierte Menschen, die sich einbringen, machen unsere Stadt aus", betonte Oberbürgermeister Felix Heinrichs bei der Enthüllung des neuen Straßenschildes.

Künftig wohnen und leben die Anwohner*innen in der Straße „Am Rosengarten“ – „und vielleicht nimmt mags diesen Namen wörtlich und pflanzt hier auch wieder den einen oder anderen Rosenstrauch“, so der OB. Die bisherigen Straßenschilder, die rot durchgestrichen sind, bleiben wie rechtlich vorgeschrieben noch ein Jahr hängen.