Aktion von Tafel und Stadtsportbund Sportgutscheine für arme Kinder

Krefeld · Tafel, Stadtsportbund und Stadt haben gemeinsam ein Projekt gestartet, um Kinder aus armen Familien in Sportvereine zu vermitteln. Zum Nutzen aller Beteiligten.

 Am Gemeindehaus der Herz-Jesu-Kirche, Gastgeber der Krefelder Tafel: (v.r.) der Tafelvorsitzende Dr. Hansgeorg Rehbein, die Leiterin der städtischen Gemeinwesenarbeit Dr. Sabrina Lesch, der Vorsitzende des Stadtsportbundes Jochen Adrian und dessen Geschäftsführer Jens Sattler. Sie laden alle Sportvereine dazu ein, sich an der großen Gutscheinaktion für bedürftige Kinder zu beteiligen.

Am Gemeindehaus der Herz-Jesu-Kirche, Gastgeber der Krefelder Tafel: (v.r.) der Tafelvorsitzende Dr. Hansgeorg Rehbein, die Leiterin der städtischen Gemeinwesenarbeit Dr. Sabrina Lesch, der Vorsitzende des Stadtsportbundes Jochen Adrian und dessen Geschäftsführer Jens Sattler. Sie laden alle Sportvereine dazu ein, sich an der großen Gutscheinaktion für bedürftige Kinder zu beteiligen.

Foto: Müller

„Armut grenzt aus“, weiß Dr. Sabrina Lesch, Koordinatorin der städtischen Gemeinwesenarbeit. Kinder aus armen Familien sind seltener in Sportvereinen und haben demzufolge auch weniger soziale Kontakte zu Gleichaltrigen.

„Deshalb haben wir ein Projekt begonnen, armen Kindern aus der Isolation herauszuhelfen“, erklärt Dr. Hansgeorg Rehbein, Vorsitzender der Krefelder Tafel. Und zwar gibt die Tafel Gutscheine an bedürftige Familien aus, mit denen sich die Kinder in Sportvereinen ihrer Wahl anmelden können. Die Kosten tragen zur Hälfte die Tafel und die Stadt Krefeld. 

„Wir finanzieren auch die Ausstattung“, ergänzt Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes. Sollten also Fußballschuhe, Judoanzug oder Eishockeyschläger angeschafft werden müssen, dann springen die Organisatoren auch hierbei ein. 

Rund 300 Gutscheine wurden seit Mai bereits ausgegeben, rund 50 eingelöst. Zehn Sportvereine hat der Stadtsportbund für die Aktion schon gewinnen können. „Wir suchen aber weitere Vereine, die noch freie Kapazitäten haben“, ermuntert Stadtsportbund-Vorsitzender Jochen Adrian die Vereine, bei der Aktion mitzumachen. Immerhin profitierten auch die Vereine, indem sie an weiteren Nachwuchs gelangen.

Eine Befragung der Kinder ergab Interesse an ganz unterschiedlichen Sportarten: viele möchten schwimmen (was besonders förderungswürdig ist, weil heutzutage viele Kinder nicht schwimmen gelernt haben). Beliebt sind auch Fußball und Turnen. Weiterhin wurden von den Kindern genannt: Basketball, Tanzen, Boxen, Eishockey, Badminton, Volleyball und Leichtathletik. Also eine bunte Mischung.

Sport fördert bekanntlich nicht nur die körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Fitness und Gesundheit, sondern auch die sozialen Kontakte. Beste Voraussetzung, um „im Leben Fuß zu fassen“.