Tafel Willich ist umgezogen Mehr Platz für die Tafel

Stadt Willich · Von den Fellerhöfen außerhalb von Willich ist die Willicher Tafel nun in neue Räumlichkeiten an den Siemensring ins Gewerbegebiet Münchheide gezogen.

Seit knapp zwei Wochen ist die Tafel Willich nun in den neuen Räumen am Siemensring im Gewerbegebiet Münchheide zu finden.

Seit knapp zwei Wochen ist die Tafel Willich nun in den neuen Räumen am Siemensring im Gewerbegebiet Münchheide zu finden.

Foto: Kellys Grammatikou

Viele Jahre hat die Willicher Tafel von den Fellerhöfen aus operiert, dort die Waren gelagert, sortiert und dann an die fünf Ausgabestellen gefahren. Auf gerade mal 120 Quadratmetern haben zum Schluss 120 Ehrenamtler gearbeitet. „Zu Beginn der Tafel im Jahre 2006 mit 35 Mitarbeitern und gerade mal 55 Kunden hatte das noch funktioniert“, sagt Christine Nohl-Weiler von der Tafel Willich.

Doch in den letzten 18 Jahren ist nicht nur die Tafel gewachsen, auch die Kundenzahl ist auf 265 (aktuell) gestiegen „... das sind 900 bedürftige Menschen in Willich“, weiß Christine Nohl-Weiler zu berichten. Mehr Arbeit, mehr Ehrenamtler, mehr Kunden - ein Umzug war schon lange überfällig. Die Fellerhöfe boten Arbeitsraum auf zwei Etagen. „Es war einfach beengt - auch wenn wir das Beste draus gemacht haben.“ So begann vor zwei Jahren die Suche nach neuen Räumlichkeiten.

Durch Zufall ergab sich dann die Gelegenheit für eine neue Arbeitsstätte und an einer weitaus zentraleren Stelle. Am Siemensring 15, dort wo ehemals die Firma Apetito Lebensmittel verarbeitet hat, ist nun die Willicher Tafel zu finden. Den 120 Ehrenamtlern präsentieren sich 375 Quadratmeter Fläche für das Sortieren der Lebensmittel, Büroräume, ein vier Mal größerer Kühlraum, Lagerräume für Zwiebeln und Kartoffeln, eine Küche, WC und Sozialräume. Alles wurde neu installiert, Wände eingezogen - alles für die Bedürfnisse der Tafel optimal angepasst. Hinzu kommt ein großer Parkplatz für die Lieferfahrzeuge direkt vor dem Haus inklusive einer großen Toreinfahrt, was das be- und entladen, Paletten sogar mit Hubwagen, um ein wesentliches erleichtert und auch beschleunigt.

„Wir sind sehr froh über den neuen Standort, der auch noch komplett barrierefrei ist“, sagt eine sichtliche zufriedene Christine Nohl-Weiler. Und auch unter den Ehrenamtlern herrscht gute Stimmung. Aktuell gäbe es zwar etwas weniger Ware „...aber das kann sich schnell ändern“, weiß Christine Nohl-Weiler. Klasse auch, dass das neue Kühlhaus, Waschmaschine und Trockner und sogar eine neue Küche über Spenden generiert werden konnten.

Die anliegenden Garagen sollen übrigens zukünftig als zusätzliche Lagerfläche um- und ausgebaut werden. Das Dach wurde dabei vom Vermieter bereits erneuert. Er sorgte vor dem Einzug noch für neue Sanitäranlagen und eine LED-Beleuchtung.

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