Krefeld feiert 650 Jahre Stadtrecht Auf ins Jubiläumsjahr 2023

Krefeld · Im neuen Jahr 2023 feiert die Stadt Krefeld ein großes Jubiläum: ihr 650-jähriges Bestehen. Denn seit dem Jahr 1372 besitzt Krefeld die Stadtrechte.

Kündigen das große Krefelder Stadtjubiläum an: Oberbürgermeister Frank Meyer und Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. Foto: Stadt Krefeld

Kündigen das große Krefelder Stadtjubiläum an: Oberbürgermeister Frank Meyer und Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. Foto: Stadt Krefeld

Foto: Stadt Krefeld

Das neue Jahr 2023 ist für die Krefelder ein ganz besonderes. Vor genau 650 Jahren wurde Krefeld zur Stadt erhoben. Das Jubiläum wird nun kräftig gefeiert. Und zwar das ganze Jahr hindurch.

Oberbürgermeister Frank Meyer und die Stadtspitze haben sich bewusst gegen einen einmaligen Festakt entschieden. Obgleich es einen solchen auch geben wird. Aber nur unter vielen anderen Aktivitäten und erst am 1. Oktober.

Bis dahin haben schon unzählige einzelne Festivitäten stattgefunden. „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Krefelderinnen und Krefelder Teil der Feierlichkeiten werden, sich einbringen und ihre Stadt neu entdecken“, erläuterte Meyer das Jubiläumskonzept. Es soll ein Festjahr der Bürger werden. 

Wer eine Idee zu einer Jubiläumsaktion hat, soll sie dem Organisationskreis des Stadtmarketings einreichen. Dazu hat das Stadtmarketing eine eigene Homepage eingerichtet (www.krefeld650).

Für die Verwirklichung der Ideen gibt es sogar finanzielle Unterstützung von der Stadt. Genau 1,5 Millionen Euro stehen für das ganze Festivaljahr zur Verfügung. Die Summe ist kein Zufall: „Das entspricht passend zur 650-Jahr-Feier ziemlich genau 6,50 Euro pro Einwohner“, erläutert Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. 

Für das Geld wird eine Menge geboten:

Da gibt es beispielsweise Wanderbühnen, die zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Stellen des Stadtgebietes errichtet werden. Darauf bieten Künstler, Musiker, Schüler oder auch kreative Bürger publikumswirksame Unterhaltungen. Zusätzlich sind mobile Wasserpools geplant, die ebenfalls an verschiedenen Stellen für begrenzte Zeiträume aufgestellt werden. Darin darf jeder Passant einfach nach Lust und Laube schwimmen gehen. Auch Schwimmkurse für Kinder werden darin angeboten.   

Zusätzlich stellt das Stadtmarketing entsprechen der Jubiläumsjahreszahl 650 Hochbeete und andere bepflanzbare Beete auf. Darin wird Gemüse gezogen, das die Bürger dann zum Kochen verwenden können.

In der Straßenbahn begegnen den Fahrgästen Infos zur Stadtgeschichte. Die Museen und das Stadtarchiv tragen ebenfalls ihre Aktionen bei, um an die 650 Jahre Stadtgeschichte zu erinnern.

Besonders im Sommer wird es zu einem Höhepunkt des Stadtlebens kommen. Die warme Jahreszeit wird durch ein sommerliches Festival aus Kunst, Kultur und Sport geprägt. Auf der Galopprennbahn im Stadtwald steigen zudem Heißluftballons auf, während sich unten auf der Erde die Zuschauer bei einem Freiluftfestival vergnügen. 

Die städtischen Einrichtungen sind alle mit eigenen Projekten in das Stadtjubiläum eingebunden. Hinzu kommen die hoffentlich zahlreichen privaten Veranstaltungen durch Vereine, Gruppen oder  Nachbarschaften.

Das Jubiläumsjahr ist auch der Schlussakkord eines der erfolgreichsten städtischen Kampagnen der letzten Jahre: des „Perspektivwechsels“. Jedes Jahr hatte das Stadtmarketing pfiffige Aktionen ins Leben gerufen, um die Stadt oder Nischen der Stadt aus einer anderen, ungewohnten Perspektive zu zeigen. Da trafen sich beispielswiese im alten Stadtbad an der Neusser Straße jeweils zwei Bürger aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern zum gemeinsamen Austausch, der dann auf Video festgehalten und ins Internet gestellt wurde. Oder Musikgruppen spielten auf Dächern der Stadt. Und vieles mehr. Das Stadtjubiläum mit seinen vielen dezentralen Aktivitäten soll nun zu einem großen Perspektivwechsel im Hinblick auf die ganze Stadt werden. Und den Zusammenhalt der Bürgerschaft stärken. Das wäre ganz im Sinne der Erfinder.