Aufgabe für Kerstin Radomski Ein Vorsitz im Dienste der Völkerverständigung

Berlin/Krefeld · Die Krefelder Bundestagsabgeordnete Kerstin Radomski (CDU) ist nun Vorsitzende des Gremiums, das für die Stipendienprogramme des Deutschen Bundestags zuständig ist.

Aufgabe für Kerstin Radomski: Ein Vorsitz im Dienste der Völkerverständigung
Foto: jps

Rund sieben Millionen Euro investiert der Bundestag jedes Jahr in seine beiden Stipendienprogramme. So schickt das Parlament in Kooperation mit dem US-Kongress jährlich 350 junge Deutsche für ein Austauschjahr in die USA - einen aus jedem Wahlkreis.

Sie sollen als "Juniorbotschafter" in den USA über deutsche Werte und Lebensweise aufklären und reichlich (Lebens-)Erfahrungen sammeln.

Im Gegenzug kommen 350 US-Schüler in deutschen Familien unter. Die Plätze dieses Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) sind heiß begehrt.

Das Gremium, das die Austauschprogramme des Bundestags verantwortet, hat nun mit Kerstin Radomski eine neue Vorsitzende.

Neben dem PPP kümmert sich die Hülserin auch um das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS). Dabei kommen 100 bis 120 Studenten z.B. aus Südosteuropa, den USA, Russland, der Ukraine, Israel und dem arabischen Raum für fünf Monate in Berlin zusammen.

Drei Monate lang sind die Studenten Abgeordnetenbüros zugeteilt. Parlamentarier aller Parteien lassen die ausländischen Gäste in ihre Arbeit schauen. "Damit kann man wirklich etwas für die Völkerverständigung tun", sagt Kerstin Radomski (seit 2013 im Bundestag, 2017 direkt gewählt).

Ihrem Berliner Büro ist eine Studentin aus Serbien zugeteilt worden, die nun auch die Arbeit im Krefelder Wahlkreis vor Ort kennenlernen soll.

Demokratische Werte festigen

Spannend sei es, die Studenten unterschiedlichster Nationen zusammenzubringen - deren Herkunftsländer gelegentlich auch miteinander in Konflikt liegen.

Ziel des IPS ist es, bei internationalen jungen Talenten demokratische Werte und Toleranz zu festigen und das Verständnis für kulturelle Vielfalt zu vertiefen, so Radomski.

2017 war sie bei Auswahlgesprächen für IPS-Kandidaten in Montenegro dabei. Die Aufgabe der Vorsitzenden ist, die Programme weiterzuentwickeln - etwa über die Auswahlkriterien für die "Juniorbotschafter" zu reden. Neben Noten und Sprache zählen hier auch Persönlichkeit und soziales Engagement.

Vor allem geht es der Vorsitzenden darum, die Programme lebendig zu erhalten. Damit die Amerikaner beim PPP-Austausch weiter mitmachen, ist es beispielsweise ratsam, die Vorteile mit US-Kongressabgeordneten zu besprechen. Im Oktober fliegt die Christdemokratin dafür im Rahmen des deutsch-amerikanischen Tages in die USA.

2018/19 wird Kerstin Radomski auch die Patenschaft für eine/n Krefelder Schüler/in übernehmen, der/die im Rahmen des PPP für ein Jahr in die USA geht.

Bewerben kann man sich dafür ab dem 2. Mai. Infos auf:
https://www.bundestag.de/ppp

(jps)
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