Krefelder Fairkehr 80 Kinder verunfallten 2022

Krefeld · Die Aktion „Krefelder Fairkehr“ stellte die Verkehrsunfallzahlen mit Beteiligung von Kindern im Jahr 2022 vor.

 Einen Überblick über die Aktion „Fairkehr“ gaben (von links) Hans Hamestuk (Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehrssicherheit für Kinder), Michael Hülsmann (Geschäftsführer „Krefelder Fairkehr“), Polizeihauptkommissarin Dagmar Moseler (Leiterin Führungsstelle Direktion Verkehr) sowie Manuel Többen (Geschäftsführer der Verkehrswacht).

Einen Überblick über die Aktion „Fairkehr“ gaben (von links) Hans Hamestuk (Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehrssicherheit für Kinder), Michael Hülsmann (Geschäftsführer „Krefelder Fairkehr“), Polizeihauptkommissarin Dagmar Moseler (Leiterin Führungsstelle Direktion Verkehr) sowie Manuel Többen (Geschäftsführer der Verkehrswacht).

Foto: Samla

Michael Hülsmann erinnert sich noch gut an das Jahr 1999. Die Dramatik der Lage führte seinerzeit zur Gründung der Aktion „Krefelder Fairkehr“. 169 Kinder verunfallten in jenem Jahr auf Krefelds Straßen - einige davon sogar tödlich.  Heute, 24 Jahre später, hat sich die Situation entspannt. Der letzte Verkehrsunfall, bei dem ein Kind im Stadtgebiet zu Tode kam, liegt inzwischen sechs Jahre zurück. Und so kann Michael Hülsmann, Geschäftsführer des Arbeitskreises Verkehrssicherheit für Kinder und und Gründungsmitglied von „Fairkehr“, relativ beruhight den Rückzug in den wohlverdienten Ruhestand antreten.

Stadt, Polizei und Verkehrswacht, die am „Krefelder Fairkehr“ beteiligt sind, zogen in dieser Woche eine durchaus zufriedenstellende Bilanz für das Jahr 2022. Die Aktionsgemeinschaft registrierte im vergangenen Jahr 80 Unfälle (sieben mehr als im Vorjahr) bei denen 28 Mädchen und 52 Jungen beteiligt waren. 71 Kinder wurden dabei leicht, neun schwer verletzt. Unfallschwerpunkte gibt es trotz einer leichten Häufung im Stadtzentrum nicht. Auffällig, wenngleich nicht überrasschend ist, dass sich die meisten Unfälle mit Beteiligung von Kindern in den Morgenstunden sowie in der Mittagszeit ereignen - also auf dem Weg zur und von der Schule.

Die meisten Kids verunfallten mit dem Fahrrad (30) oder als Fußgänger (27). Während der Mitfahrt in einem Pkw wurden 20 verletzt. In 60 Prozent der durch Kinder verursachten Unfälle liegt ihr Alter zwischen 11 und 14 Jahren.

Die Aktion „Krefelder Fairkehr“ setzt vermehrt auf präventive Maßnahmen, um auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen. Die Verkehrspuppenbühne, die Radfahrausbildung (samt Prüfung) sowie Aktionen wie „Toter Winkel“ und „Dunkle Jahreszeit/Aktion Licht“ sollen die Kinder sensibilisieren.