Neue Wohngruppe Noah mit neun Plätzen in Schloss Dilborn - die Jugendhilfe in Brüggen eingerichtet Hilfe für jugendliche Flüchtlinge

Brüggen · Schloss Dilborn - Die Jugendhilfe hat bislang acht jugendliche Flüchtlinge in verschiedenen Gruppen integriert. Nun können ab Anfang Februar neun „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ in die neu geschaffene Wohngruppe Noah in Brüggen aufgenommen werden.

 Gespräch in der Küche der Wohngruppe Noah (v.l.): Bürgermeister Frank Gellen, Dr. Kamil Gönüleglendiren, Guido Royé und Sven Werny (alle drei Schloss Dilborn - Die Jugendhilfe).

Gespräch in der Küche der Wohngruppe Noah (v.l.): Bürgermeister Frank Gellen, Dr. Kamil Gönüleglendiren, Guido Royé und Sven Werny (alle drei Schloss Dilborn - Die Jugendhilfe).

Foto: Horst Siemes

Diese ist speziell auf die Bedürfnisse der ausländischen Jugendlichen ausgerichtet und soll ihnen Perspektiven bieten.

„Die Jugendlichen haben ihre Eltern verloren oder sehen keine Perspektive mehr. Sie sind verstoßen oder werden bedroht, fliehen aus dem Bürgerkrieg oder als Kindersoldaten“, beschreibt Guido Royé, Einrichtungsleiter Schloss Dilborn - Die Jugendhilfe, die Gründe für die Flucht von Jugendlichen aus ihrem Heimatland. Jetzt hat Schloss Dilborn - Die Jugendhilfe die neue Wohngruppe Noah eingerichtet, die neun Plätze für die meist 14- bis 17-Jährigen bietet.

„Wir haben eine christliche Prägung und empfinden deswegen auch die Pflicht, bei diesem Thema Hilfe zu bieten“, erklärt Royé weiter. Man habe sich fachlich für das Thema spezialisiert und das Ziel, es auch mittel- und langfristig zu etablieren.

Dabei sei natürlich im Vorfeld auch die Absprache mit den beteiligten Akteuren wie der Gemeinde und Pfarrgemeinde wichtig gewesen. „Nur so kann das Projekt gelingen“, weiß Guido Royé, der sich über die Offenheit und die Unterstützung der Bürger begeistert zeigt.

Auch Brüggens Bürgermeister Frank Gellen sieht in dem Projekt eine gute Idee. „Erstmal mussten wir im Vorfeld den Quereinstieg ins Asylrecht erörtern. Was mit den Personen bei Volljährigkeit passiert.“

„Denn unser Ansinnen ist es, die Jugendlichen so zu begleiten, dass der Status im Asylrecht bis zur Volljährigkeit geklärt ist und sie weiter integriert sind“, ergänzt Royé.

Der Teamleiter der neuen Wohngruppe Noah, Dr. Kamil Gönüleglendiren, freut sich, Chancen und Perspektiven für die Jugendlichen bieten zu können. „Wir gehen mit einer kompetenten Mannschaft an den Start“, so der promovierte Diplom-Pädagoge. Fünf Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung werden die Gruppe Noah betreuen. „Pro Tag und Person fällt der Regelsatz von 162 Euro an Kosten an. Diese werden vom Bund vollständig erstattet“, berichtet Sven Werny, Bereichsleiter im Schloss Dilborn - Die Jugendhilfe.

Die jugendlichen Flüchtlinge, die der Jugendhilfeeinrichtung zugeteilt werden, bekommen einen Vormund, besuchen einen Sprachkurs und haben Schulpflicht. Sie erhalten medizinische und psychotherapeutische Betreuung, Beratung im Asylverfahren, Anbindung an Vereine und kulturelle Angebote.

(Report Anzeigenblatt)