Noch keine Neuverpflichtungen: Borussia: Warten auf den Geldsegen

Mönchengladbach · Borussia 2022/23 ist weitgehend identisch mit dem Kader der letzten Saison. Der neue Cheftrainer Daniel Farke hofft auf frisches Blut, doch dem Klub, namentlich Sportdirektor Roland Virkus, sind die Hände gebunden, weil frisches Geld fehlt...

 Neuer Trainer, „alter“ Stürmer: Daniel Farke hat derzeit zu verbliebenen Spielern wie Alassane Plea keine Option.

Neuer Trainer, „alter“ Stürmer: Daniel Farke hat derzeit zu verbliebenen Spielern wie Alassane Plea keine Option.

Foto: Reichartz/Reichartz,Hans-Peter (hpr)

Seit einer Woche schwitzen die Borussen in der Vorbereitung auf die neue Saison. Zum einen, weil bei hochsommerlichen Temperaturen trainiert wird, zum anderen, weil der neue Trainer Daniel Farke von Anfang an die Zügel anzieht. „Wir haben keinen Tag zu verlieren“, erklärte der Übungsleiter. Die Zeiten, in denen Borussia unter Vorgänger Adi Hütter bei der Laufleistung im Ligavergleich weit nach hinten durchgereicht wurde, sollen sich nicht wiederholen. Heute startete das Team ins Trainingslager nach Rottach-Egern am Tegernsee; es ist anzunehmen, dass sich die Intensität dort noch einmal steigern wird.

Waren in den letzten Jahren im Sommer-Trainingslager schon vier, fünf Neuverpflichtungen dabei, so sind neue Gesichter aktuell noch Mangelware. Lediglich den jungen Dänen Oscar Fraulo (18 Jahre) konnte Sportdirektor Roland Virkus als Zugang bislang präsentieren. Virkus sind jedoch die Hände gebunden: Angebote für Spieler bleiben (noch) aus, und ohne Transfereinnahmen sind keine Einkäufe möglich. Zumindest kann Gladbach Andreas Poulsen und Julio Villalba von der Gehaltsliste streichen: Beide haben neue Klubs gefunden, das „Millionen-Missverständnis“ – beide haben zusammen 5,65 Millionen Euro gekostet, die Gehälter seit 2017 (Villalba) bzw. 2018 (Poulsen) sind dabei noch nicht einmal eingerechnet – ist somit beendet. Somit wird Daniel Farke vorläufig weitgehend mit dem selben Kader arbeiten, der schon Hütter und auch Marco Rose zur Verfügung stand. Dass das nichts Schlechtes sein muss, haben Thuram, Plea & Co. in den guten Zeiten bewiesen. Mit dem neuen Trainer beginnt auch eine neue Zeitrechnung, in der sich jeder neu beweisen kann. Dass jeder einzelne Fußball spielen kann, haben sie bereits bewiesen. Es ist jedoch anzunehmen, dass Farke gern noch einen neuen (personellen) Reiz setzten möchte...