Die Fohlen heute Abend gegen Wolfsburg Borussias Millionenspiel im Pokal

Mönchengladbach · Am heutigen Dienstagabend empfängt Borussia Mönchengladbach im Pokal-Achtelfinale den VfL Wolfsburg. Das jüngste Aufeinandertreffen in der Liga gewannen die Fohlen, bei denen noch einige Fragezeichen hinter der Aufstellung stehen, klar.

Borussias junger Shooting-Star Rocco Reitz traf beim jüngsten Heimsieg gegen Wolfsburg und Torhüter Koen Casteels.

Borussias junger Shooting-Star Rocco Reitz traf beim jüngsten Heimsieg gegen Wolfsburg und Torhüter Koen Casteels.

Foto: IMAGO/Laci Perenyi

An das jüngste Spiel gegen den VfL Wolfsburg hat Borussia nur gute Erinnerungen. Am 10. November gelang dank Toren von Tomas Cvancara, Rocco Reitz, Franck Honorat und Alassane Plea ein blitzsauberer 4:0-Heimsieg in der Bundesliga. Es war das beste Saisonspiel der Gladbacher in der Ära von Cheftrainer Gerardo Seoane. Heute Abend sind die Wolfsburger wieder zu Gast im Borussia-Park, diesmal allerdings unter anderen Vorzeichen. Die Verletzten-Problematik, die die Borussen bereits beim Heimspiel am Wochenende gegen die TSG Hoffenheim beschäftigten, ist nicht kleiner geworden. Max Wöber, Julian Weigl und Cvancara hatten sich vor dem Hoffenheim-Spiel kurzfristig krank oder verletzt abgemeldet. Bei Wöber besteht die größte Chance, dass er seinen Infekt überwunden hat und heute Abend spielen kann. Gleiches gilt für Nico Elvedi, der am Wochenende grippegeschwächt nach 54 Minuten ausgewechselt werden musste. Jordan (Muskelfaserriss im Oberschenkel) fehlte ohnehin schon und wird noch länger ausfallen.

Erster Nachrück-Kandidat für Weigl, der an einer Zerrung leidet, ist Routinier Chris Kramer, der im Pokal-Achtelfinale sein Start-Elf-Debüt für die Fohlen geben könnte. Sollte Wöber in der Abwehrkette weiter ausfallen, wären erneut Marvin Friedrich oder Youngster Fabio Chiarodia, gegen Hoffenheim eingewechselt wurde.

Das Erreichen des Viertelfinals wäre nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus finanzieller Sicht für den Klub wichtig. Rund 1,5 Millionen Euro hat Borussia bisher im Pokal verdient, mit einem Sieg gegen Wolfsburg kämen weitere 1,72 Millionen Euro hinzu. Gerade für Borussia, die im vergangenen Jahr ein Minus von 24,6 Millionen Euro erwirtschaftet hat und für die Finanzchef Stephan Schippers für 2023 wieder eine „schwarze Null“ angekündigt hat, können die Pokalprämien eine lukrative Geldquelle sein.

Auch die Tatsache, dass Borussia bereits gegen Heidenheim Heimrecht hatte, wirkt sich positiv aus: Zwar müssen die Ticketeinnahmen im Pokal stets mit dem Gegner geteilt werden – Geld, das durch Speisen und Getränke verdient wird, darf jedoch der jeweilige Heimklub behalten. 41.660 Fans kamen in der zweiten Runde, eine halbe Million Euro dürfte in Borussias Kasse bleiben, sodass der Klub in dieser Pokalsaison bereits rund zwei Millionen Euro verdient hat. Durch einen Sieg gegen Wolfsburg würde sich die Gesamtsumme inklusive der Einnahmen von Dienstagabend auf etwas über vier Millionen Euro verdoppeln. Für das Spiel gegen Wolfsburg wurden bislang knapp 40.000 Tickets verkauft, Karten gibt es noch ab 19 Euro im Online-Shop.

Von den zurückliegenden acht Bundesligaspielen gegen die Autostädter verlor die Fohlen-Elf keins. Es gab zuletzt vier Siege und vier Unentschieden.