Grünes Projekt Ein Lehrgarten für Meerbusch

Büderich · Auf einer etwa 3 000 Quadratmeter großen Ackerfläche nahe des Büdericher Landknechts realisiert der Verein Schul- und Lehrgarten Meerbusch gerade ein nachhaltiges Projekt, von dem sowohl die Meerbuscher Bürger als auch die Tier- und Pflanzenwelt profitieren sollen.

 Eigenes Gemüse auf Grundlage von Permakultur anbauen – das ist der Plan des Vereins Schul- und Lehrgarten Meerbusch.

Eigenes Gemüse auf Grundlage von Permakultur anbauen – das ist der Plan des Vereins Schul- und Lehrgarten Meerbusch.

Foto: Stephan Beier

Schwer beschäftigt ist das Team um Alexander Ruth aktuell: 20 Beete zu je 36 Quadratmetern sollen auf der Ackerfläche am Apelter Weg entstehen, damit hier künftig Vereinsmitglieder – völlig organisch und ohne Dünger – ihr eigenes Gemüse anbauen können. Das zugrundeliegende Prinzip ist dabei das der Permakultur: Eine Schicht aus Mulch und Kompost soll sich über Jahre entwickeln und den Boden, der anders als bei der herkömmlichen Bewirtschaftung nicht umgegraben wird, so bedecken, dass Wasser gespeichert wird und die Pflanzen besser mit der Dürre klarkommen – ganz wie in der Natur. Doch damit nicht genug: Auch Obstbäume wurden bereits gepflanzt, ein Blühstreifen ausgebracht, zudem sind ein Brunnen und – als Unterschlupf für Igel und andere Tiere – eine Totholzecke geplant. Die Vision von Alexander Ruth und seinen Mitstreitern ist, dass auf der Fläche mit der Zeit ein eigenes Mikroklima entsteht.

Neben dem Anbau des eigenen Obst und Gemüses und der Entstehung eines Lebensraumes für Tiere und Pflanzen soll der Lehrgarten aber auch einen Beitrag zur Aufklärung leisten. „Die Bildungsarbeit war immer eine Grundidee des Vereins“, sagt Alexander Ruth. Seiner Vorstellung nach sollen nicht nur die Mitglieder das auf der Fläche in Büderich Erlernte auf ihre eigenen Gärten zuhause anwenden, auch Schulklassen sollen irgendwann – sobald die Permakultur aufgebaut ist und sich die Abläufe eingespielt haben – eigene Beete im Lehrgarten bewirtschaften und so an das Thema Acker- und Gartenbau herangeführt werden. Langfristig sei auch geplant, in allen anderen Meerbuscher Ortsteilen Lehrgärten anzulegen, heißt es von Vereinsseite – vorausgesetzt die Idee wird gut angenommen.

Überschüsse aus dem Projekt, das übrigens auf Initiative des im vergangenen Jahr verstorbenen Ratsherrn Marc Becker entstanden ist, werden an den Verein „Meerbusch hilft“ sowie an die Arche Noah gespendet.

Gerade erst hat die Gruppe um ihren Vorsitzenden Alexander Ruth auch offiziell den Vereinsstatus erhalten. Unter https://www.­lehrgarten-meerbusch.de können sich Interessierte informieren. Die monatlichen Mitgliedsbeiträge betragen 5 Euro (Einzel-/passive Mitglieder), 2,50 Euro (Jugendliche, Schüler, Studenten, Rentner, Menschen mit Behinderung) oder 10 Euro (Familien). Aus Solidarität können auch höhere Beiträge gezahlt werden, die Zahlung als Jahresbeitrag ist ebenfalls möglich.