Verschmelzung Willichs zweitgrößter Verein

Stadt Willich · Seit Donnerstagabend ist es offiziell: Der DJK-VfL und der VSR sind zu einem neuen Verein zusammengeschlossen. Nach der Verschmelzung mit dem Schwimmverein in 2020 ist seit Donnerstag auch der Verein für Sport und Rehabilitation in den DJK-VfL eingeflossen.

Fusionsversammlung des DJK-VfL Willich mit dem VSR Willich in der Jakob-Frantzen-Halle im Willicher Sportzentrum. Im Bild (von links): Hannelore Eicholz (2. Vorsitzendedes  DJK VfL Willich), Helmut Franzen (1. Vorsitzender des DJK VfL Willich), Wolfgang Neumann (1. Vorsitzender des VSR Willich) und Konrad Dahmen (2. Vorsitzender des VSR Willich)

Fusionsversammlung des DJK-VfL Willich mit dem VSR Willich in der Jakob-Frantzen-Halle im Willicher Sportzentrum. Im Bild (von links): Hannelore Eicholz (2. Vorsitzendedes  DJK VfL Willich), Helmut Franzen (1. Vorsitzender des DJK VfL Willich), Wolfgang Neumann (1. Vorsitzender des VSR Willich) und Konrad Dahmen (2. Vorsitzender des VSR Willich)

Foto: Mocnik/Mark Mocnik

Eigentlich war es nur noch eine formelle aber nicht weniger wichtiger Angelegenheit am Donnerstagabend, der vom Notar beurkundete Verschmelzungsbeschluss der beiden Verein DJK-VfL und dem VSR, dem Verein für Sport und Rehabilitation. Dazu hatten auch beide Vereine zu einer gemeinsamen Mitgliederversammlung eingeladen. „Ziele des geplanten Zusammenschlusses sind die optimale Nutzung von personellen, finanziellen und räumlichen Ressourcen sowie eine zentrale Verwaltung und die Vermeidung von Konkurrenz untereinander“, erklärt Helmut Frantzen, seit 33 Jahren Vorsitzender des DJK. Mit der Verschmelzung wächst der Verein auf knapp 2700 Mitglieder - 2500 im DJK-VfL und 200 Mitglieder aus dem VSR. „Damit sind wir - nach dem TV Schiefbahn der zweitgrößte Verein in Willich und sogar der drittgrößte im Kreis Viersen“, sagt er.

Für die Sportler und Mitglieder der beiden Vereine wird sich kaum etwas ändern. Alle Sportgruppen behalten ihre Trainingszeiten und ihre gewohnten Übungsleiter, der Verein für Sport und Rehabilitation geht über in die Rehasport-Abteilung des gemeinsamen Vereins. Viele Sportler und sogar Übungsleiter waren auch schon vorher in beiden Vereinen tätig. „Man kennt sich also bereits gut“, bringt es Frantzen auf den Punkt. Nach der Verschmelzung mit dem Schwimmverein Anfang 2020 ist dies nun die zweite Fusion. „Der Trend geht hin zu größeren Vereinen - bundesweit“, sagt Helmut Frantzen. Das hat verschiedene Gründe: Es ist nicht nur das Bündeln von Ressourcen, wir haben gemerkt, dass die Bereitschaft von Ehrenamtlern, die eine gewisse Verantwortung übernehmen sollen, nachgelassen hat. Mit der Verschmelzung können wir solche Missstände nun kompensieren.“ Seit über zwei Jahren sind die Vorstände in wechselnder Zusammensetzung bei der Planung und lassen sich dabei durch Juristen des Landessportbundes beraten. Eigentlich sollte die Fusion schon in 2020 vollzogen werden, Corona machte damals aber einen Strich durch die Rechnung. Die Verhandlungen mit dem Willicher Turnverein wurden indessen vorerst unterbrochen, nach positiven Ansätzen konnte man sich noch nicht auf einen gemeinsamen Namen einigen.