Netzwerken 50plus - da geht noch was

Willich · Am Mittwoch, 27. September, gibt es um 18 Uhr eine Auftaktveranstaltung zur Gründung eines neuen Netzwerkes 50plus für Willich, initiiert durch die Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde.

 Freuen sich auf den Startschuss vom „Netzwerk 50plus Willich“: Diplom-Sozialarbeiterin Heike Kehl-Herlyn, Pfarrer Joachim Schuler und Kristin Schiffer vom Presbyterium.

Freuen sich auf den Startschuss vom „Netzwerk 50plus Willich“: Diplom-Sozialarbeiterin Heike Kehl-Herlyn, Pfarrer Joachim Schuler und Kristin Schiffer vom Presbyterium.

Foto: Kellys Grammatikou

„Das Beste kommt noch...“ - wer über 50 Jahre alt ist, gehört heute längst nicht mehr zum alten Eisen. Im Gegenteil sogar. Mehr denn je sind Menschen über 50 Jahre agil, vital, unternehmungslustig. Und genau hier möchte auch das neue „Netzwerk 50plus Willich“ ansetzen. Es möchte Menschen ü50 zusammenbringen die Lust haben, etwas gemeinsam zu unternehmen. Unter dem Titel „Das Beste kommt noch...“ lädt die Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde an der Krusestraße 20 in Willich zur Auftaktveranstaltung für das neue Netzwerk ein. Die Idee dazu hatte Diplom-Sozialarbeiterin Heike Kehl-Herlyn. „Wir erfinden mit so einem Netzwerk 50plus das Rad sicherlich nicht neu - aber so ein Netzwerk gibt es eben in Alt-Willich nicht - dafür aber genug Menschen mit vielen Ideen und Lust, etwas zu unternehmen“, sagt sie. Immerhin: 30 Prozent der Menschen in Willich sind zwischen 50 und 69 Jahre alt - genug Potential also für ein neues Netzwerk.

Doch worum geht es genau? Heike Kehl-Herlyn erklärt: „Wir wollen Menschen zusammen bringen, die Lust auf neue Kontakte haben, die sich austauschen möchten, kreativ sind, Ideen haben, aktiv sind und mit Gleichgesinnten etwas unternehmen möchten.“

Tatsächlich ist es oft der Alltagsstress bei vielen Menschen, der genau dies verhindert. Hier will das Netzwerk ansetzen. „Hinter dem Netzwerk steht die Idee, dass sich Menschen 50plus einmal im Monat treffen, sich kennenlernen und gemeinsame Unternehmungen planen. Dabei bilden sich durch Wünsche und Ideen der Teilnehmer unterschiedliche Themengruppen heraus“, erklärt die Sozialarbeiterin weiter. Pfarrer Joachim Schuler macht es an einem Beispiel deutlich. „Da ist der 50-jährige Hobbyfotograf, der bisher immer alleine unterwegs war, sich jetzt aber austauschen, oder mit anderen auf Foto-Pirsch gehen möchte. Eine Gruppe findet sich. Dann ist möglich, dass sich innerhalb dieser Gruppe aber wieder andere Schwerpunkte bilden, was beispielsweise Fotomotive betrifft oder eben jemand, der eher an Fototechnik interessiert ist als an Fotografie. Das Ergebnis ist ein sich immer größer bildendes Netzwerk, das eine eigene Dynamik entwickelt.“

Dabei ist die Palette von dem, was möglich ist, riesig: Theater- oder Konzertbesuche, Fahrradfahren, Wandern, Ausgehen, gemeinsames Kochen, Tanzen „... es gibt so vieles, das man gemeinsam machen kann und in der Gemeinschaft einfach mehr Spaß macht“, ist sich Heike Kehl-Herlyn sicher.

So sollen sich bestenfalls am Netzwerkabend Themengruppen bilden, die ihre Ideen planen. Beim nächsten Netzwerktreffen können die Themengruppen von ihren Aktionen berichten, in Austausch mit den anderen Gruppen kommen, woraus sich wieder neue Gruppen bilden könnten.

„Uns ist an diesem Abend wichtig: Was wollen die Menschen? Was bewegt sie. Im Netzwerk wollen wir das bündeln.“ Die Gemeinde stellt lediglich später die Räumlichkeiten für die Netzwerktreffen zur Verfügung.

„Bei der Netzwerkgründung geht es darum, den Impuls für ein wohnortnahes Angebot im Quartier Alt-Willich zu setzen mit dem späteren Ziel der Selbstorganisation.“